Berlin - Obwohl Bundesligist VfB Stuttgart stark ersatzgeschwächt anreiste, musste sich der BFC Dynamo in der 1. Runde des DFB-Pokal deutlich mit 0:6 (0:2) geschlagen geben.

Die Tore für die Schwaben erzielten vor rund 3000 Zuschauern im Sportforum in Berlin-Hohenschönhausen Hamadi Al Ghaddioui (26.), Borna Sosa (45.+1), Konstantinos Mavropanos (53.), Mateo Klimowicz (68.), Mohamed Sankoh (82.) und Darko Churlinov (88.). Stuttgart hatten die Mannschaft von Christian Benbennek während des gesamten Spiels im Griff, ohne wirklich brillant aufzuspielen.

Der BFC Dynamo hat alle drei Ligaspiele gewonnen

Bei den Stuttgartern fehlten zahlreiche Leistungsträger, insgesamt standen zwölf Profis nicht zur Verfügung. Torjäger Sasa Kalajdzic, Tanguy Coulibaly und Nikolas Nartey blieben nach positiven Coronatests zu Hause, andere sind verletzt, Waldemar Anton meldete sich kurzfristig wegen einer Erkrankung ab. Einen zu großen Vorteil sah  Benbennek deswegen aber nicht: „Am Ende wird der VfB Stuttgart hier mit einer Bombentruppe auflaufen.“

Ganz so war es nicht, zahlreiche Ersatzspieler durften sich von Beginn an präsentieren, entsprechend engagiert traten die Gäste auf. Zu keiner Sekunde kam bei den Zuschauern das Gefühl auf, der Favorit könnte den Underdog unterschätzen. Die Berliner, die in der Regionalliga Nordost ihre ersten drei Saisonspiele alle gewonnen hatten, hielten zwar kämpferisch dagegen. Spielerisch waren sie dem VfB aber nicht gewachsen.

Gerichtsstreit um Pokal-Teilnahme

Vor allem die Flankenläufe der schnellen Außen Sosa und Roberto Massimo konnte Dynamo nicht immer konsequent genug verteidigen. Daraus resultierten auch die ersten beiden Gegentreffer. Selbst wurde der Traditionsklub nach Standardsituationen gefährlich, wo vor allem der 1,96 m große Stoßstürmer Christian Beck gesucht wurde. Doch die VfB-Innenverteidigung, in der Neuzugang Hiroki Ito einen gelungenen Einstand feierte, stand in der Regel sicher. In der 70. Minute verhinderte die Latte den Ehrentreffer durch Matthias Steinborn.

Dynamo war erst nach einem Gerichtsstreit als Berliner Teilnehmer am Pokal-Wettbewerb bestimmt worden. Blau-Weiß 1890 Berlin hatte gegen den Auswahl-Modus, der wegen Corona modifiziert werden musste, vor dem DFB-Bundesgericht Revision eingelegt. Die wurde aber als teils unzulässig und unbegründet zurückgewiesen.