Berlin/Oldenburg - Das Geld ist da, jetzt braucht der BFC Dynamo ein kleines Fußball-Wunder. Der Meister der Regionalliga Nordost reist mit Zuversicht zum Playoff-Rückspiel zum VfB Oldenburg am Samstag (14 Uhr, MagentaSport und rbb live). Trotz der 0:2-Hinspielniederlage vor einer Woche ist für die Weinrotweißen der erstmalige Aufstieg in die 3. Liga noch nicht abgehakt.

„Natürlich klingt ein 0:2-Rückstand erst einmal blöd“, sagte Angreifer Matthias Steinborn auf der DFB-Homepage, „bislang ist aber erst eine Hälfte absolviert. Wir gehen zuversichtlich in das Rückspiel und wissen, dass wir das Ruder noch herumreißen können.“ Schon nach Abpfiff des Hinspiels zeigte sich Steinborns Sturmpartner Christian Beck kämpferisch, sprach davon „das Unmögliche noch möglich zu machen“. Steinborn, der bereits 2015 mit dem 1. FC Magdeburg und 2020 mit dem 1. FC Lok Leipzig in der Relegation Erfahrung sammeln konnte, setzt darauf, dass nach dem Hinspielsieg der Druck beim Nord-Titelträger Oldenburg liegt. „Es ist aber gut möglich, dass der VfB jetzt mehr zu verlieren hat als wir. Wenn wir in Führung gehen sollten, entsteht eine ganz andere Drucksituation beim Gegner. Diese wollen wir dann auch nutzen“, meinte der 33-Jährige. Auch das Erfüllen der notwendigen Lizenzauflage in Form einer Bürgschaft in Höhe von 900.000 Euro, die der BFC am Dienstag nachweisen konnte, könnte noch einmal zusätzliche Kräfte bei den Dynamo-Spielern freisetzen, auch wenn es laut Steinborn kein großes Thema in der Mannschaft war.

Natürlich bekommt man diese Nachrichten in den Sozialen Medien mit“, erklärte der Stürmer, „ich habe mir wegen der fehlenden Summe aber zu keinem Zeitpunkt Sorgen gemacht. Ich bin lange genug im Verein dabei und weiß, wie viel Leidenschaft beim BFC Dynamo dahintersteckt.“