Berlin - Herbstmeister waren sie schon. Doch nach dem 1:1 am Freitagabend beim Ligagipfel in Cottbus vor mehr als 5000 Zuschauern steht fest, dass sich der BFC Dynamo auch über die Feiertage am Anblick der Tabelle erfreuen kann. Von der Poleposition sind die Weinrot-Weißen in diesem Kalenderjahr nicht mehr zu verdrängen bei vier Punkten Vorsprung auf die Lausitzer. Auch der BAK kann erst 2022 vorbei, falls er sein Nachholspiel gewinnen und der BFC gegen Kellerkind Eilenburg zum Jahresabschluss kommenden Sonntag (13 Uhr, Sportforum) patzen sollte. 

Dass Energie-Coach Claus-Dieter Wollitz berufsbedingt dieses Ranking nicht als in Stein gemeißelt betrachten wollte, liegt auf der Hand. „Die Tabelle wird nach dem 38. Spieltag nicht so aussehen, wie sie heute aussieht“, betonte er ein, zwei Mal mehr als nötig. Irgendwann hatte ja jeder kapiert, was er meinte. Aber es passt ins Bild eines wenig sportlichen Publikums, das die BFC-Bank während des Spiels nicht nur ausdauernd belegte, sondern auch mit Bierspenden in Form von Becherwürfen beglückte. 

Das perlte an BFC-Coach Christian Benbennek ab. Mehr Sorgen bereiten ihm neuerliche Ausfälle, auch hervorgerufen durch die rustikale Gangart der Lausitzer. Christian Beck dürfte seinen Waden-Bluterguss bis Sonntag auskuriert haben, aber bei Keeper Dmitri Stajila und Marcel Stutter bleibt abzuwarten, ob ihre maladen Rippen einen Einsatz zulassen.