Bobic über Hertha-Abstiegskampf: „Langer und harter Ritt“

Geschäftsführer Fredi Bobic hat den Verein und das Umfeld von Hertha BSC vor dem Derby gegen den 1. FC Union Berlin auf einen harten Kampf um den Klassenverb...

ARCHIV - Schwört Hertha auf einen langen Abstiegskampf ein: Fredi Bobic.
ARCHIV - Schwört Hertha auf einen langen Abstiegskampf ein: Fredi Bobic.David Inderlied/dpa

Berlin-Geschäftsführer Fredi Bobic hat den Verein und das Umfeld von Hertha BSC vor dem Derby gegen den 1. FC Union Berlin auf einen harten Kampf um den Klassenverbleib eingeschworen.

„Wir müssen uns fokussieren und von Spiel zu Spiel denken. Weil wir wissen, es wird ein langer und harter Ritt werden, den Verein in der Klasse zu halten und ihn darüber hinaus zu sanieren“, sagte Bobic vor dem Stadtderby gegen die Köpenicker am Samstag (15.30 Uhr/Sky).

Die Charlottenburger stecken nach zuletzt zwei Niederlagen mit 1:8 Toren wie schon in den Vorjahren endgültig tief im Abstiegskampf. Mit 14 Punkten steht Hertha auf Platz 17. Die Köpenicker haben die Hinrunde als Tabellenzweiter beendet und kommen dazu mit dem Rückenwind von vier Derby-Siegen in Serie in der Liga und im DFB-Pokal ins annähernd ausverkaufte Olympiastadion.

Das 0:5 gegen Wolfsburg am Dienstag sei hoffentlich ein Ausrutscher gewesen, sagte Bobic. „Und der letzte Ausrutscher in der Form.“ Auch die Mannschaft habe das Ergebnis erst einmal verarbeiten müssen. Nun gehe es darum, sie wieder aufzubauen. „Hart haben sie es sich selbst gemacht. Du musst die Situation voll und positiv annehmen“, sagte der 51-Jährige. Es werde ein harter Weg. „Wir wissen, dass wir am Samstag vieles in die positive Richtung drehen können. Das werden wir den Jungs einimpfen.“

Auf die Frage nach einer möglichen weiteren Verstärkung vor dem Schluss des Transferfensters verwies Bobic erneut auf die finanziell begrenzten Möglichkeiten des Hauptstadtclubs, sagte aber auch: „Wir überlegen uns natürlich auch bis zum letzten Tag der Transferperiode, ob noch etwas möglich ist.“ Aber auch wenn ein Spieler käme, „wird es für die Gruppe sein, wird es ein Spieler sein, der noch eine weitere Option ist. Es wird nicht der Messias sein“. Aktionismus bringe in Herthas Situation nichts.