Berlin - Fredi Bobic will bei der Präsidentschaftswahl von Hertha BSC als normales Mitglied seine Stimme abgeben. Zu möglichen Präferenzen bei der Kür seines künftigen Chefs äußert sich der Geschäftsführer des Berliner Fußball-Bundesligisten aber nicht. „Auf jeden Fall ist es so, dass ich mich da komplett neutral halte, das ist schonmal ganz wichtig, bei den ganzen Kandidaten, die es da gibt“, sagte Bobic.

Bei einer Außerordentlichen Mitgliederversammlung wird am Sonntag (11.00 Uhr) der Nachfolger des zurückgetretenen Werner Gegenbauer bestimmt. Als Favoriten gelten der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete Frank Steffel und der frühere Ultra Kay Bernstein. Weitere Kandidaten sind das langjährige Präsidiumsmitglied Ingmar Pering und die Außenseiter Michael Baumgärtner und Marvin Brumme. Laut „Kicker“ tritt auch Florian Kellner an - eine Bestätigung vom Verein gab es noch nicht.

Entgegen in Berlin kursierender Gerüchte hat Bobic keinen persönlichen Favoriten, wie er beteuerte. „Die Mitglieder entscheiden das am Ende. Ich bin auch Mitglied, entsprechend werde ich das auch mit entscheiden, mit einer Stimme. Wie die sein wird, ist Gott sei Dank geheim“, sagte der 50-Jährige. „Ich bin gespannt. Im Augenblick ist es das übliche Schaulaufen. Das ist ganz normal, wenn solche Positionen frei sind“, sagte Bobic über den Wahlkampf.

Der Geschäftsführer setzt nach den unruhigen Monaten auf ein „klares Votum“ für den neuen Mandatsträger. „Dann wird man in Kürze zusammenhocken und die Dinge besprechen. Ich gehe da ganz unvoreingenommen rein“, betonte Bobic. „Auf die Zusammenarbeit freue ich mich, dass was Neues passiert. Da liegen Chancen drin, die sollten wir auch nutzen für Hertha BSC“, meinte Bobic.