Bei den Alpenvolleys in Innsbruck sind Profis am Werk. Auf dem Volleyball-Feld und in der Vermarktung. Und so ist es wohl eher eine bewusste Anspielung als eine Unachtsamkeit oder gar ein Zufall gewesen, dass auf der Homepage der Alpenvolleys vor dem Besuch der BR Volleys in der Innsbrucker Olympiahalle vom „Duell der Giganten“ zu lesen war.

Genau so hatten die PR-Abteilungen der Berliner und der Friedrichshafener in den vergangenen Jahren ihre Aufeinandertreffen immer wieder bezeichnet.
Aber die Alpenvolleys und ihr so ehrgeiziger wie engagierter Manager Hannes Kronthaler lassen keinen Zweifel daran, wohin sie nach zwei Halbfinalteilnahmen in dieser Saison streben: ins Endspiel um die deutsche Volleyball-Meisterschaft. Und bei so einem konkreten Vorhaben kann man schon mal den Slogan der zuletzt dominierenden Teams entwenden – und für sich beanspruchen.

Berliner weiter ungeschlagen

Die Leistung auf dem Feld, das wurde klar, je länger die Bundesliga-Partie am Mittwochabend dauerte, hielt in der frühen Saisonphase durchaus mit den Ansprüchen mit. Zwar blieben die Berliner beim 3:2 (25:22, 20:25, 25:22, 22:25, 15:12) in dieser Saison weiter ungeschlagen.

Aber die Alpenvolleys erwiesen sich durchaus als aufstrebende Giganten am Fuß des Bergisel. Im ersten Satz hatte Berlins Trainer Cedric Enard noch die Formation des erfolgreichen Supercup-Finales aufs Feld geschickt. Pierre Pujol im Zuspiel, Kyle Ensing auf der Diagonalposition, und der junge Angreifer war es dann auch, der den ersten Satzball des Abends verwandelte.

Mit Patch und Grankin

Aber im zweiten Durchgang kamen die Berliner in Bedrängnis. Als sie 7:15 zurücklagen holte Enard dann doch Sergej Grankin und Benjamin Patch aufs Feld. Beide hatten nach ihren langen Nationalmannschafts-Absenzen ihre ersten Einsätze für die Berliner in dieser Saison. Der Satz ging trotzdem verloren. Und nachdem die Berliner den dritten Durchgang wieder für sich entschieden, glichen die Alpenvolleys erneut aus.

Der Tiebreak musste diese intensive Partie entscheiden. Bis zum 11:11 konnte sich keines der Teams absetzen. Denn brachte eine Aufschlagserie von Samuel Tuia die Berliner in Front, Patch und der ebenfalls eingewechselte Cody Kessel sicherten den Sieg.

Wechsel funktionieren

„Ich bin wirklich, wirklich glücklich über diesen Sieg. Die AlpenVolleys haben sich als Topteam präsentiert, das mit Sicherheit noch stärker werden wird. Die Wechsel haben gut funktioniert, erst mit Sergej und Ben, dann später auch mit Cody. Jeder brachte positive Energie und Impulse“, sagte Trainer Enard.