Wieder mal als wertvollster Spieler ausgezeichnet: Berlins Zuspieler Sergej Grankin (l.).
DPA/Andreas Gora

BerlinDie Anhänger der Helios Grizzlys Giesen empfingen die mitgereisten Fans der BR Volleys vor der Bundesligapartie am Sonntag  in der ausverkauften Arena in Hildesheim mit etwas Leckerem: mit Berlinern – oder wie der Berliner sagt, mit Pfannkuchen.  Nun, Grizzlys sind zwar Allesfresser, und der Plan der Volleyballer war es, dem in der Liga unbesiegten deutschen Meister aus Berlin die Zähne zu zeigen, aber die Spieler um Kapitän Moritz Reichert ließen sich nicht beeindrucken. Auch wenn sie ohne ihren   Cheftrainer Cedric Enard anreisen mussten, der krank zu Hause geblieben war. Dirigiert von Assistenzcoach Lucio Oro bleiben die BR Volleys auch nach dem 3:0 (25:16, 25:23, 25:16) im 14. Bundesligaspiel ungeschlagen.

Dabei knüpften sie an ihren starken Endspurt gegen die Netzhoppers aus dem Donnerstagsspiel, bei dem sie aus einem 0:2-Rückstand   einen 3:2-Sieg gedreht hatten, an und zeigten sich in allen Elementen druckvoll. Im zweiten Satz hatten die BR Volleys vor 2311 Zuschauern leichte Probleme, erholten sich aber und gewannen den Schlussdurchgang. Aus einer guten Teamleistung stachen Angreifer Kyle Ensing (17 Punkte) und Zuspieler Sergej Grankin heraus, der zum siebten Mal in dieser Saison als wertvollster Spieler ausgewählt wurde.  „Im zweiten Satz hat unsere Annahme etwas geschwächelt, dadurch haben wir es uns schwer gemacht. Aber die gesamte Mannschaft hat sich gesteigert und besonders Kyle Ensing war stark. Sergej hat alle Möglichkeiten ausgeschöpft und wir haben über alle Positionen hochprozentig gepunktet“, sagte Trainer Lucio Oro. Reichert fügte an: „Die Tendenz ist aufsteigend und wir wollen nun gegen die Alpenvolleys zuhause nachlegen.“ Die sind am Donnerstag (19 Uhr) in der Schmelinghalle zu Gast.