BerlinAuf die Champions League hatten sie sich bei den BR Volleys alle gefreut, darauf hatten sie hingearbeitet, besonders auf das Duell mit Zenit Kasan. Seit 2013 haben sich die Berliner mit dem russischen Weltklasse-Team achtmal gemessen. Am Mittwoch war es das neunte Mal und am Ende blieb die Bilanz so eindeutig und so ernüchternd wie bisher: neun Spiele, neun Niederlagen gegen die russischen Riesen. 0:3 (21:25, 19:25, 18:25) ging das Spiel der Hinrunde in der Gruppenphase dieses Mal aus. Dabei hatten die Berliner nach dem 3:0-Sieg am Dienstagabend gegen ACH Volley Ljubljana feststellen müssen, dass auch das Jubeln getrübt sein kann. Außenangreifer Samuel Tuia verletzte sich bei seinem letzten Aufschlag - Sehnenanriss im linken Fuß, sechs bis acht Wochen Pause, der nächste Rückschlag, nachdem Sergej Grankin beim Einspielen einen Schmerz in der gerade erst geheilten Wade gespürt hatte.

Dennoch begannen die BR Volleys am Mittwoch mit Pierre Pujol im Zuspiel engagiert, konzentriert und durchaus selbstbewusst gegen Kasan. So wie es Mittelblocker Anton Brehme angekündigt hatte: „Vor Kasan habe ich keine Angst, sondern einfach nur Bock, mich mit denen zu messen.“ Bis zum 16:16 klappte Vieles gut im Berliner Spiel, aber dann zog Zenit an – und davon. Der zweite Satz verlief ähnlich, die Aufschlagsqualität der Berliner ließ mehr und mehr nach. „Wir haben viel zu viele Fehler gemacht“, sagte Brehme, „Kasan schlägt viel zu hart auf und ist uns im Angriff deutlich überlegen. Trotzdem hat es Riesenspaß gemacht. Ich hätte gerne noch drei Sätze gespielt, weil ich so viel lernen kann.“ Im dritten Satz wechselte Trainer Cedric Enard dann Grankin ein, aber auch er konnte gegen die routinierte Topmannschaft keine Wende herbeiführen.