Berlin - Man kann sich in etwa vorstellen, wie angespannt die Verantwortlichen und Spieler der BR Volleys am Donnerstagabend die Gruppe D der Champions League beobachtet haben. Die Chance für die Berliner, in der Champions League doch noch ins Viertelfinale zu kommen, war sehr klein. Sie lag nicht in den Händen der Mannschaft von Trainer Cedric Enard, die mit ihren zwölf Punkten aus der Gruppenphase darauf hoffen musste, als Tabellenzweiter hinter Zenit Kasan als einer der drei besten Zweitplatzierten der fünf Gruppen weiterzukommen.

Ihre Hoffnungen lagen auf Knack Roeselare, dem belgischen Team, von dem eigentlich niemand ernsthaft einen Sieg gegen das italienische Topteam aus Modena erwartet hatte. Aber dann gewannen die Belgier doch gegen den Tabellenführer ihrer Gruppe mit 3:0. „Nachdem wir in den letzten Jahren in der Champions League wahrlich nicht vom Glück verfolgt waren, was Auslosungen und Reisen betrifft, können wir uns heute nur bei Roeselare bedanken. Ihr sportlicher Ehrgeiz verdient allerhöchsten Respekt und erfüllt uns einen kleinen Traum. Wir schicken definitiv zwei Kisten Kaltgetränke nach Belgien und freuen uns jetzt auf das Duell mit einer Spitzenmannschaft im Viertelfinale.“

Die Spitzenmannschaft, das ergab die Auslosung für die Runde der letzten Acht am Freitag, sind die Italiener von Itas Trentino. Sie setzten sich in zwei Qualifikationsturnieren und der Vorrundengruppe durch und blieben in insgesamt zehn Duellen ungeschlagen – unter anderem gegen Nowosibirsk, Moskau und Friedrichshafen. Im Kader des dreimaligen Champions-League-Siegers steht der frühere Berliner Mittelblocker Srecko Lisinac. Zuletzt trafen die BR Volleys in der Saison 13/14 auf das Team aus der Provinz Trient. Damals unterlagen sie auswärts 1:3, gewannen aber überraschend 3:0 in der Max-Schmeling-Halle, wo am 25. Februar das Hinspiel stattfindet.

„Jeder von uns ist glücklich, im Viertelfinale der Champions League zu stehen. Das war vor der Saison eines unserer Ziele. Wir brauchen nicht darüber reden, dass Trentino zu den besten Teams in Europa und sogar der Welt zählt. Jedem ist klar, was uns erwartet. Wir werden unser Bestes geben“, verspricht Berlins Außenangreifer Samuel Tuia.