Berlin - Die Berlin Volleys haben sich im Außenangriff noch einmal verstärkt. Nationalspieler Denys Kaliberda unterschrieb beim zehnmaligen deutschen Meister nach einem kurzen Probetraining einen Vertrag bis Saisonende. Der 30-Jährige war seit März vereinslos. Für das Bundesligaspiel seiner neuen Mannschaft bei den Volleys Herrsching am Sonntag (16.00 Uhr/ sporttotal.tv) zählt Kaliberda mit der Trikotnummer 14 bereits zum Aufgebot.

Der Name des 1,95 Meter großen Angreifers stand schon seit längerem auf dem Wunschzettel von Kaweh Niroomand. „Der Kontakt zu ihm ist nie abgerissen“, sagte der Volleys-Manager. Kaliberdas größte Erfolge: Mit der DVV-Auswahl hatte er 2014 WM-Bronze und 2017 EM-Silber gewonnen. Zuletzt spielte er zwei Jahre für den italienischen Erstligisten Azimut Modena.

„Ich hatte im März nach dem Corona-Lockdown keine für mich passenden Angebote vorliegen“, sagte Kaliberda, der einst in Berlin bei den SCC Juniors Volleyball erlernte. Dass ihm nach seiner monatelangen Pause die Spielpraxis fehlt, war kein Hinderungsgrund für den Vertragsabschluss. „Ich fühle mich durchaus in der Lage, kurzfristig zu helfen“, sagte Kaliberda.

Keine Wechseloption mehr

Das wird nötig sein, denn die BR Volleys hatten zuletzt auf der Außen-Annahme-Position keine Wechseloption mehr. Tim Carle und Cody Kessel mussten durchspielen, weil Samuel Tuia und Robin Baghdady verletzt sind. „Deshalb mussten wir handeln“, sagte Niroomand.