Berlin - Benjamin Patch feierte den achten Bundesligasieg der BR Volleys in Serie mit ein paar Breakdance-Bewegungen. Er hatte wegen seiner Sprunggelenkverletzung die Partie und schließlich den Tiebreak, der immer länger und länger dauerte, von außen mitverfolgt. Aber vollständig glücklich waren die Mannschaft und ihre Verantwortlichen nach dem 3:2 (25:19, 24:26, 25:17, 21:25, 24:22) am Sonnabend bei den Grizzlys Giesen nicht. „Wir hatten zu viele Tiefpunkte“, sagte Trainer Cedric Enard. Bei der Verfolgung von Spitzenreiter VfB Friedrichshafen konnten die Berliner als Tabellenzweiter statt drei Punkten nur zwei aufholen.

Somit ist der Rückstand der BR Volleys auf Spitzenreiter VfB Friedrichshafen auf fünf Punkte angewachsen. Das Team von Trainer Michael Warm gastiert am Mittwoch in Berlin. Mit einem Sieg würde der VfB schon fünf Runden vor dem Hauptrunden-Abschluss eine Vorentscheidung herbeiführen, um als Erster in die Play-offs einzuziehen. 

„Das war zu wenig von uns, um drei Punkte mitzunehmen“, betonte Trainer Enard nach dem mehr als zweistündigen Match gegen Giesen. Im Tiebreak vergaben die Gastgeber beim 19:18 und 22:21 zwei Matchbälle. Acht Matchbälle wiederum benötigten die Berliner, um den Entscheidungssatz mit 24:22 zu beenden. „Im Tiebreak haben wir richtig gekämpft, eine gute Mentalität bewiesen“, sagte Volleys-Mittelblocker Anton Brehme. „Das müssen wir gegen Friedrichshafen mitnehmen.“