Bruno Labbadia soll bereits in den nächsten Tagen das Training bei Hertha BSC leiten.
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BerlinDer nächste Paukenschlag bei Hertha BSC: Bruno Labbadia soll das Traineramt von Alexander Nouri mit sofortiger Wirkung übernehmen. Wie "Bild" und "Kicker Sportmagazin" übereinstimmend berichten, soll der 54-Jährige bereits in den nächsten Tagen das Training leiten.

Dass Nouri zum Saisonende gehen muss, stand bereits fest. Die Umstände nun sind durchaus kurios: Obwohl Hertha zu Wochenbeginn das Teamtraining auf dem Schenckendorffplatz wieder aufnahm, fehlte Nouri. Offiziell weilt der Deutsch-Iraner diese Woche noch bei seiner Familie in Weyhe (bei Bremen). Weitere Angaben machte der Klub nicht. Die intensiven Konditionseinheiten nach der 26-tägigen Corona-Zwangspause leitet derzeit Athletik-Trainer Henrik Kuchno.

Vertrag bis 2022

Nouri, der nach dem kuriosen Rücktritt von Jürgen Klinsmann erst im Februar vom Co- zum Interimstrainer aufstieg, gelang nur ein Sieg in vier Spielen. Vor allem spielerisch konnten die Herthaner dabei fast nie überzeugen. Sollte die Bundesliga im Mai fortgesetzt werden, droht den Berlinern mit nur sechs Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz weiter der Absturz in die Zweitklassigkeit. Offenbar wuchsen während der Corona-Krise bei Manager Michael Preetz die Zweifel, diesen Super-Gau mit Nouri zu vermeiden.

Labbadia, der bis zum Sommer erfolgreich den VfL Wolfsburg coachte, soll angeblich einen Vertrag bis 2022 erhalten und Hertha in den restlichen neun Spielen vor dem Abstieg retten.