Als nach zwei Minuten Nachspielzeit endlich der Abpfiff ertönte, waren die Profis von Hertha BSC zuerst zu schwach für einen ausgelassenen Jubel. Während die Fans in der Ostkurve tanzten und sangen, lagen sich Spieler, Trainer, Manager und Betreuer erschöpft in den Armen. Zu anstrengend, zu nervig gestaltete sich das Spiel gegen den Abstiegskandidaten SV Sandhausen, das endgültig den langersehnten Aufstieg bringen sollte.

Lange Zeit war dem haushohen Favoriten nicht viel eingefallen gegen die mit neun Mann verteidigenden Spieler aus dem kleinen Sandhausen in der Nähe von Heidelberg. Erst nach 85 Minuten erlöste der zuvor eingewechselte Pierre-Michel Lasogga die über 52.000 Zuschauer im Olympiastadion. Nach einem Pfostentreffer durch Adrián Ramos versenkte der bullige Angreifer den Ball zum 1:0 im Tor des unbequemen Gegners. Erst lange nach dem Ende der zähen Partie entlud sich die ungeheure Anspannung. Die Mannschaft zog sich Aufstiegs-Shirts über, drehte eine Ehrenrunde und feierte danach lange in der Ostkurve. Bald folgte die obligatorische Bierdusche aus großen Gläsern, niemand – auch nicht der umjubelte Trainer Jos Luhukay – blieb verschont.

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