Rio de Janeiro - Für einen glorreichen Triumphator, der es gerade allen so richtig gezeigt hat, kam Joachim Löw recht still und bescheiden daher. Er musste grinsen, als ein paar Journalisten bei seinem Erscheinen im Pressekonferenzraum zu klatschen begannen. Das ist er nicht gewöhnt. Und dann musste er noch einmal grinsen, als ihm gleich eine etwas merkwürdige Frage gestellt wurde. Ob der Weltmeistertitel denn jetzt ausgleichende Gerechtigkeit sei, nachdem ihm vor ziemlich genau zehn Jahren die größte Ungerechtigkeit seines Trainerlebens widerfahren sei, wollte ein österreichischer Journalist wissen. Damals, im Juni 2004, war er bei Austria Wien entlassen worden, obwohl der Klub an der Tabellenspitze stand. Das sei nicht die größte Ungerechtigkeit seiner Karriere gewesen, sagte Löw, sondern ein Glücksfall: „Sonst säße ich jetzt nämlich nicht hier.“

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.