Berlin - Dass das Internationale Olympische Komitee und sein gerade unter großem Hosianna der IOC-Mitglieder wiedergewählte Präsident Thomas Bach beim Geschäftemachen weder besonders zimperlich noch besonders moralisch vorgehen, ist nichts Neues. Eben erst hat der oberste Funktionär des Weltsports aus Tauberbischofsheim voll Pathos verkündet, die Wiederwahl für vier Jahre mit nur einer Gegenstimme mache ihn – demütig. Doch was heißt demütig eigentlich? Und was heißt es aus dem Mund von Thomas Bach? Derzeit vor allem: dienstwillig denjenigen gegenüber zu sein, die bald Olympische Spiele austragen. Sie halten die Geldmaschine des IOC ja am Rattern.

Die Gesinnung eines Dienenden hat Bach am Donnerstag vor allem gegenüber China zum Ausdruck gebracht. China also, der Nation, die Völkermord im eigenen Land begeht. Der Bericht des Newlines Institute for Strategy and Policy in Zusammenarbeit mit dem Raoul-Wallenberg-Zentrum für Menschenrechte ist an diesem Montag veröffentlicht worden. Die Experten kommen darin zum Schluss, dass Peking „die staatliche Verantwortung für den anhaltenden Genozid gegen die Uiguren trägt und gegen die Genozidkonvention verstößt“.

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