Der Blick geht nach Japan: Diskuswerfer Christoph Harting nimmt die Olympischen Spiele 2021 ins Visier.
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BerlinChristoph Harting verzichtet auf die Teilnahme an der deutschen Leichtathletik-Meisterschaft (8./9. August). Der Diskuswerfer aus Berlin wird ebenso wie und Kugelstoßerin Christina Schwanitz in Braunschweig nicht an den Start gehen. „Wir sind in der Vorbereitung“, sagte Hartings Trainer Torsten Lönnfors der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Es gebe wegen der Corona-Pandemie „keinen nennenswerten Höhepunkt, also: Worauf soll man hintrainieren?“

Lönnfors und Harting konnten zwar „durchweg trainieren - die Basis steht“, sagte der Coach des 30-Jährigen. Der Fokus sei aber bereits langfristig auf Olympia 2021 gerichtet. „Es beginnt jetzt der Aufbau für Tokio“, sagte Lönnfors, der auch Bundestrainer der Männer ist. Harting komme die Verschiebung der Olympischen Spiele entgegen. „Christoph hat die Möglichkeit genutzt, einige Probleme, die er mitschleppt, jetzt anzugehen. Er hat verschiedenen medizinische Dinge abklären und verschiedene medizinische Behandlungen durchführen können. Die sind jetzt beseitigt“, sagte Lönnfors. Motivationsprobleme gebe es nicht: „Das Ziel Tokio ist für Christoph Motivation genug. Er will noch mal Gold.“

Der Trainer glaubt trotz der enttäuschenden Ergebnisse bei den sportlichen Großereignissen nach dem Sensations-Olympiasieg 2016 an seinen Berliner Athleten: „Die 70 Meter stecken überall in seinem Körper drin - wir müssen sie nur rausholen. Wenn man ihn trainieren sieht, wenn man ihn werfen sieht, dann spürt man ständig das Potenzial, was da schlummert.“ Hartings persönliche Bestleistung steht seit seinem Gewinn der olympischen Goldmedaille in Rio bei 68,37 Metern.