Köln - Der frühere Fußball-Nationalspieler Christoph Metzelder (38) ist im Lichte der Vorwürfe gegen seine Person aus der gemeinsamen Kommunikationsagentur mit seinem Partner Raphael Brinkert ausgestiegen „Ich werde die Agentur ab sofort alleine als Geschäftsführer führen“, sagte Brinkert dem SID. Von den Vorwürfen gegen seinen Geschäftspartner sei er selbst „auch kalt erwischt“ worden, „wie die Öffentlichkeit“. Eine Fortführung der Zusammenarbeit „mit dem Schwerpunkt gesellschaftlicher Kommunikation und Sport“ sei nicht möglich.

Metzelder und Brinkert hatten die PR-Agentur im Oktober 2018 gegründet. Mit Metzelders Ausscheiden als geschäftsführender Gesellschafter hält sein ehemaliger Partner nun 100 Prozent der Anteile. Erst vor wenigen Tagen hatte das Duo angekündigt, ins Sportmarketing einzusteigen.

Teilnahme an Trainerlehrgang ruht

Derweil lässt der Deutsche Fußball-Bund (DFB) die Teilnahme von Metzelder am aktuellen Trainerlehrgang in Hennef derweil aufgrund der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hamburg gegen den 47-maligen Nationalspieler ruhen. „Die Teilnahme von Christoph Metzelder am laufenden Fußballlehrer-Lehrgang ruht einvernehmlich bis zur Klärung der gegen ihn erhobenen Vorwürfe“, sagte der DFB.

Von der Staatsanwaltschaft war ein Ermittlungsverfahren gegen Metzelder wegen des Verdachts der Verbreitung kinderpornografischer Inhalte eingeleitet worden. Polizei-Beamte hatten den ehemaligen Schalke- und Dortmund-Profi am Dienstag beim Trainerlehrgang in der Sportschule Hennef abgeholt und anschließend Metzelders Haus in Düsseldorf sowie seine Büroräume durchsucht. Unter anderem sollen sein Handy, ein Computer und ein Laptop beschlagnahmt worden sein. (sid)