Dezember 2012: Das geplante Steuerabkommen zwischen der Schweiz und Deutschland scheitert im Bundesrat an der Mehrheit von SPD und Grünen in der Länderkammer.

Januar 2013: Uli Hoeneß erstattet beim zuständigen Finanzamt Selbstanzeige wegen nicht abgeführter Steuern auf Kapitalerträge durch Gelder auf einem Schweizer Privatkonto.

20. März: Die Ermittlungsbehörden erwirken einen Haftbefehl gegen Hoeneß und durchsuchen sein Haus am Tegernsee. Der Haftbefehl wird gegen eine Kaution in Millionenhöhe außer Vollzug gesetzt.

20. April: Das Nachrichtenmagazin Focus macht die Selbstanzeige des Bayern-Präsidenten und die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft München II wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung öffentlich.

22. April: Die Bild-Zeitung berichtet über eine angebliche Spielsucht von Hoeneß an der Börse und ein Millionen-Darlehen des früheren Adidas-Bosses Robert Louis-Dreyfus.

22. April: Hoeneß schließt einen Rücktritt als Präsident von Bayern München und als Aufsichtsrats-Chef der Bayern München AG aus.

23. April: Hoeneß gesteht bei Sport Bild einen „schweren Fehler“ ein.

23. April: Kurz vor Münchens Halbfinale gegen den FC Barcelona berichtet die Süddeutsche Zeitung über den Haftbefehl gegen Hoeneß und die Durchsuchung seines Hauses.

23. April: Hoeneß tritt erstmals nach Bekanntwerden seiner Steuer-Affäre in der Öffentlichkeit auf und sitzt beim 4:0-Sieg des deutschen Meisters im Champions-League-Halbfinale gegen den FC Barcelona auf der Ehrentribüne der Münchner Arena.

1. Mai: Hoeneß räumt in einem Interview mit der Zeit seine Zockerleidenschaft ein, dementiert Verbindungen seiner finanziellen Transaktionen mit Klub-Konten und erklärt einen Rückzug aus seinen Ämtern bei den Bayern erstmals für frühestens nach dem Champions-League-Finale für möglich.

4. Mai: Hoeneß besucht während des Bundesliga-Schlagers zwischen Borussia Dortmund und Bayern München ein Playoff-Spiel der Bayern-Basketballer in München.

5. Mai: Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel berichtet, dass Mitglieder aus Bayern Münchens Aufsichtsrat Hoeneß auf der Sitzung des Kontrollgremiums am darauffolgenden Tag zum Rückzug spätestens nach dem Champions-League-Finale drängen wollen.

5. Mai: Hoeneß' Vorgänger Franz Beckenbauer lehnt für den Fall eines Rückzugs von Hoeneß eine Übernahme der Ämter ab.

6. Mai: Bayern Münchens Aufsichtsrat tagt und berät die Situation in der Münchner Arena. Hoeneß bietet seinen Rücktritt an. Dies wird abgelehnt, der Präsident und Aufsichtsratschef bleibt vorerst im Amt.

25. Juli: Hoeneß rechnet bei den Ermittlungen gegen seine Person wegen Steuerhinterziehung mit einer baldigen und für ihn guten Entscheidung. „Ich bin zuversichtlich, dass es eine gute Lösung gibt“ sagt Hoeneß anlässlich des Spiels zwischen Bayern und dem FC Barcelona um den Uli-Hoeneß-Cup.

30. Juli: Die Staatsanwaltschaft München II erhebt Anklage gegen Hoeneß wegen Steuerhinterziehung. Die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts München muss nun entscheiden, ob die Anklage zugelassen wird und das Hauptverfahren eröffnet wird.

4. November: Die Wirtschaftsstrafkammer des Oberlandesgerichts München II lässt die Anklage der Staatsanwaltschaft München II gegen Hoeneß wegen Steuerhinterziehung vom 30. Juli 2013 „unverändert“ zur Hauptverhandlung zu. Der Prozessbeginn ist für den 10. März 2014 anberaumt. (sid)