Coach Aubin stolz auf Comeback-Sieg mit „leerem Tank“

Trainer Serge Aubin fand nach einer über weite Strecken schwachen Leistung seiner Berliner Eisbären auch einen Grund zur Freude. „Wir hatten nichts mehr im T...

Trainer Serge Aubin gestikuliert.
Trainer Serge Aubin gestikuliert.Matthias Balk/dpa/Archivbild

Berlin-Trainer Serge Aubin fand nach einer über weite Strecken schwachen Leistung seiner Berliner Eisbären auch einen Grund zur Freude. „Wir hatten nichts mehr im Tank, aber wir haben einen Weg gefunden, um zu gewinnen. Ich bin wirklich stolz auf die Jungs“, sagte der Kanadier nach dem glücklichen Sieg nach Verlängerung gegen die Nürnberg Ice Tigers in der Deutschen Eishockey Liga (DEL).

Der Coach musste eingestehen, dass bei seiner personell dezimierten Mannschaft im sechsten Spiel innerhalb von zehn Tagen lange wenig funktioniert hatte. „Uns ist die Energie ausgegangen“, sagte Aubin. „Die Jungs hatten vom ersten Wechsel an nur noch wenig Reserven. Wir konnten einfach keine Laufduelle gewinnen.“

Zum 3:2-Sieg reichte es trotzdem, weil der Coach beim Stand von 0:2 zweieinhalb Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit volles Risiko ging und Goalie Tobias Ancicka vom Eis nahm. Mit sechs Feldspielern erzielten die Berliner tatsächlich noch zwei späte Tore, in der Overtime traf Giovanni Fiore zum 3:2. Trotzdem blieb Angreifer Marcel Noebels selbstkritisch: „Wir haben Charakter bewiesen, aber wenn wir so weiterspielen, werden wir sicherlich nicht viele Punkte holen.“

Weiter geht es für die Berliner am Mittwoch in der Champions Hockey League (CHL) beim tschechischen Club Mountfield HK in Hradec Králové (17.30 Uhr/lSport1). Obwohl die Hauptstädter vor dem letzten Gruppenspiel keine Chance mehr auf den Einzug ins Achtelfinale haben, nimmt Coach Aubin die Begegnung ernst. „Das einzige, was keine Rolle spielt, ist das Endergebnis“, sagte er. „Wichtig ist mir aber, wie wir als Mannschaft spielen. Wir bekommen sechzig Minuten Zeit, um als Team unter Wettbewerbsbedingungen besser zu werden.“