Sieg im Schnelldurchgang: 3:0 gegen Rottenburg.
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BerlinEs trifft sich gut, dass die BR Volleys in dieser Saison in den ersten Spielen nicht auf die stärksten Teams der Volleyball-Bundesliga treffen, das 3:2 bei den Alpenvolleys mal ausgenommen. Und so zieht sich die Vorbereitung, die gar keine war, weil dauernd irgendwelche Nationalspieler zu irgendwelchen Turnieren abgestellt werden mussten, bis in diese Spiele hinein.

Am Sonntag konnten die Berliner gegen Rottenburg ein bisschen probieren, Angriffskombinationen etwa. „Manches geht da noch in die Hose“, beobachtete Manager Kaweh Niroomand. Dennoch gewann der deutsche Meister gegen die Schwaben mit 3:0 (25:16, 25:21, 25:19). „Es war eine gute Leistung, ein konzentriertes Spiel, das Ergebnis stimmt“, fasste Niroomand den fünften Sieg im fünften Pflichtspiel zusammen.

Kessel erfolgreichster Berliner

Weil der Kern des Teams sich aus dem Vorjahr kennt, klappt vieles schon ordentlich. Neue Spieler, wie Außenangreifer Cody Kessel, der aus Lüneburg nach Berlin gewechselt ist und Angriffspartner Benjamin Patch in Sachen Sprunghöhe kaum nachsteht, finden schnell ins Team. Der US-Amerikaner war mit 14 Zählern erfolgreichster Berliner Punktesammler. Nachdem die BR Volleys bei einer Aufschlagserie von Kapitän Moritz Reichert acht Punkte in Folge verbuchten, verwandelte Kessel den ersten Satzball, am Schluss lag seine Angriffsquote bei 71 Prozent.

Ob die Ligaspiele, die am Mittwoch gegen Eltmann weitergehen, eine Art Warmspielen für die Champions-League-Partien gegen Russlands Meister Kemerovo, Fakel Novi Urengoi und Sloweniens Meister Ach Volleys Ljubljana im Dezember sind? „Das so zu sehen, macht für Außenstehende Sinn“, meint Kessel. „Ich als Wettkämpfer muss in jedem Moment, jedem Spiel präsent sein. Aber natürlich freue ich mich darauf, gegen die Besten der Besten anzutreten. Denn ich liebe es, guten Volleyball zu spielen.“