BerlinDie deutsche Handball-Nationalmannschaft hat das, was man jetzt gern Sicherheitsblase nennt, bei der Handball-WM in Ägypten erreicht. Ihr Transfer aus der Chartermaschine in einen Sonderbus, mit Corona-Test noch auf dem Rollfeld, wurde vom Turniersender ARD gefilmt; eine Art Reality-TV, unter dem Motto: „Expedition ins Ungewisse. Wo lauern die Viren? Wie umdribbeln wir sie?“

Den Handballteams aus Tschechien und den USA ist das schon vorab nicht gelungen. Wegen zahlreicher Corona-Fälle mussten die beiden Nationen die WM absagen, Nordmazedonien und die Schweiz rückten dafür nach. Wobei Axel Kromer, der Sportvorstand des Deutschen Handballbundes fand: „Das ist natürlich eine Sache, die jetzt zur falschen Zeit kommt und natürlich überhaupt nicht hierhergehört.“ Tja. Da hat das Virus wohl nicht verstanden, dass es jetzt, wo die WM mit der Partie Ägypten gegen Chile begonnen hat, doch bitte einen Bogen um jeden machen soll, der Harz an den Händen und Tore im Kopf hat.

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