Cristiano Ronaldos Selbstbewusstsein kennt bekanntermaßen kaum Grenzen. Neben seinem mitunter als "gockelhaft" beschriebenen Auftreten auf dem Platz unterstreicht Ronaldo, zweifelsohne einer der besten Fußballer dieser Jahre, auch mit manch markigen Aussagen seine Selbsteinschätzung. Selten tut sich CR7, so das "Trademark" des Portugiesen, damit einen Gefallen. In die Kategorie "böser Schnitzer" passt etwa seine, mittlerweile schon legendäre Aussage vom September 2011. "Fans verspotten mich, weil ich gut aussehe, reich und ein großartiger Spieler bin", ließ uns Ronaldo damals wissen.

Mehr als ein Jahr später hat sich wenig geändert: Das Selbstbewusstsein des Portugiesen ist weiter ungebrochen. Im Interview mit dem französischen Fachmagazin „France Football“ (Dienstag-Ausgabe) rückt sich Ronaldo mal wieder ins hellste Licht. Kostprobe: „Wenn ich könnte, würde ich für mich selbst stimmen. Ich bin, wie ich bin und ich gratuliere mir“, sagt Ronaldo etwa in Bezug auf die Wahl zum Weltfußballer 2012, bei der er wie schon in den vergangenen Jahren nominiert ist.

Zu viel Bescheidenheit ist schlecht

Der 27 Jahre alte Profi von Real Madrid lässt uns dann auch wissen, warum er solche Sätze formuliert: "Ich habe heißes Blut. Es kommt vor, dass ich Sachen sage, die ich nicht wirklich denke." Gleichzeitig legt sich Ronaldo aber auch fest: Er glaubt, dass alle Fußballer genauso handeln würden. Zu viel Bescheidenheit sei schlecht. „In Portugal sagt man: Wer zu bescheiden ist, ist eitel“. Und : „Ich bin so wie ich bin, und ich bin glücklich damit.“

Natürlich auch ein Thema ist das Dauerduell mit Lionel Messi. Ronaldo stellt klar, dass er die Vergleiche mit Messi satt habe, die Rivalität zwischen den beiden sei von den Medien aufgebauscht worden. „Ich mag es nicht, wenn man mich mit anderen Spielern vergleicht“, klagt Ronaldo. Er respektiere den Argentinier, obwohl beide sehr unterschiedlich seien.

Ziele und Träume eines einfachen Mannes

Bleiben noch die Ziele von CR7. Sportlich umreißt Ronaldo das eindeutig: Champions League. Und er legt sich fest: "Real Madrid gewinnt diese Saison." Befragt zu seinem Privatleben wird es rührselig, er habe, sagt Ronaldo privat die Ziele und Träume eines einfachen Mannes. Er wolle seinem zweijährigen Sohn ein guter Vater sein und mit dem russischen Model Irina Shayk „mindestens zwei weitere Kinder haben“.

Wäre auch das geklärt. (zys/dpa)