München - Statt einen Eishockey-Feiertag zu feiern, müssen die Eisbären einen Dämpfer hinnehmen. Beim Klassiker gegen den EHC Red Bull München unterliegt die Mannschaft von Serge Aubin mit 1:4 (1:1, 0:2, 0:1) – und muss mal wieder einsehen, wie schwer dieser Gegner um Meister-Macher Don Jackson zu knacken ist.

Leo Pföderl erzielt 20. Saisontor

Dabei sind die Eisbären die ersten 15 Minuten Herr auf dem gegnerischen Eis. Und nach zehn Minuten liegt der Puck im Münchner Tor, weil vor dem Gehäuse von Danny Aus den Birken seltenes Chaos herrscht. Frank Hördler schießt, Lukas Reichel hat viel Zeit, um Leo Pföderl zu bedienen. Und der erzielt seinen 20. Treffer in dieser Saison. Zum fünften Mal in den letzten sechs Spielzeiten knackt er diese sehr achtbare Marke.

Doch all zu glücklich wird er an diesem Tag nicht darüber gewesen sein. Denn mit dem Ausgleich durch Maximilian Kastner (17.) geht die Stabilität beim EHC verloren. Und kurz nach der ersten Pause ist das Spiel praktisch entschieden. Innerhalb von 55 Sekunden muss Bären-Goalie Mathias Niederberger zwei weitere Male den Puck aus dem Netz fischen (21./22.). „Die sind stark rausgekommen, wir haben zu viel zugelassen“, erklärte EHC-Kapitän Frank Hördler vor dem Mikrofon von Magentasport.

Am Dienstag kommt München nach Berlin

Zur Aufholjagd kann der EHC nicht mehr blasen, weil an diesem Tag die Mittel fehlen, um München ernsthaft in Gefahr zu bringen. Stattdessen sorgt Maximilian Daubner für den 4:1-Endstand. „Wir haben gut und selbstbewusst angefangen. Aber wir haben den Start ins zweite Drittel verschlafen. Im dritten Drittel haben wir noch mal was versucht, haben aber zu wenig Zweikämpfe gewonnen“, sagt Trainer Serge Aubin.

Am Dienstag besteht bereits die Chance zur Revanche, wenn München in der Hauptstadt zu Gast ist (18.30 Uhr).