Kristopans überzeugt beim ersten Auftritt im Trikot der Füchse Berlin

Der Berliner Handballklub hat den 2,15 Meter großen Letten bis zum Saisonende verpflichtet. Und er unterstreicht sofort seinen Einfluss.

Berlin-Prenzlauer Berg-Dass Füchse-Zugang Dainis Kristopans eine überragende Präsenz besitzt, verrät allein schon sein Körpermaß von 2,15 Metern. Wie groß seine Erscheinung wirklich ist, offenbart die Relation. Beim Bundesliga-Topspiel der Berliner Handballer gegen den SC Magdeburg prallte beispielsweise der gegnerische Torgarant Michael Damgaard einfach an ihm ab – ohne jegliche Chance auf einen Treffer. Es war eine von vielen Szenen, die eindrücklich veranschaulichte, was für eine Unterstützung der Lette in der Hauptstadt sein kann. Vielleicht war sein Einsatz sogar der ausschlaggebende Faktor beim 25:24(12:13)-Sieg am Sonntag.

Dainis Kristopans überflügelt die Magdeburger Gegenspieler.
Dainis Kristopans überflügelt die Magdeburger Gegenspieler.Foto: Jan Huebner/Imago Images

Spiele gegen Magdeburg sind immer mit einer gewissen Brisanz verbunden, das durfte auch Kristopans schnell feststellen. Beide Abwehrreihen griffen von Beginn an hart zu und erhielten die entsprechenden Verwarnungen. Lange mussten sich die Schiedsrichter nicht mit Gelben Karten aufhalten. Trotz der ausgeglichenen Defensivarbeit gelang es den Füchsen, sich einen leichten Vorsprung zu erarbeiten. Es war vor allem Kristopans, der erste Akzente setzen konnte. Nach einer guten Viertelstunde markierte der Halbrechte schließlich sein erstes Tor auf Berliner Boden. Ohne Probleme überwand er den nicht gerade kleinen Magdeburger Block und schleuderte den Ball unhaltbar in das obere linke Eck des Gehäuses. Kurz darauf folgte sein zweiter Streich, der den Füchsen erstmals eine Zwei-Tore-Führung besorgte (18., 8:6).

Wiede gibt Kristopans Tipps

An den ersten Offensivtriumph schloss sich jedoch prompt die erste Zeitstrafe an. Während Kristopans die Verschnaufpause hinnahm, nutzte Fabian Wiede die Chance, dem Neuen Tipps zu geben. Aufgrund seiner Schulterverletzung musste der Spielmacher weiter neben Simon Ernst, Mattias Zachrisson und Dejan Milosavljev hinter der Bank Platz nehmen. Für Kristopans hingegen ging es zwei Minuten später weiter, nur um wenig später mit einer weiteren Zeitstrafe vom Parkett gestellt zu werden. Doppelt bitter, da die Füchse in diesem Moment ohnehin auf Jakov Gojun verzichten mussten. Magdeburg drehte währenddessen den Spielstand und konnte mit einem leichten Vorsprung in die Pause gehen.

Doch Berlin war die Mannschaft, die mit mehr Energie aus der Kabine kam. Während Silvio Heinevetter zwischen den Pfosten glänzte, drehte in dieser Phase besonders Paul Drux auf. Nach seiner Fußverletzung zurück im Kader, war er mit sechs Treffern der erfolgreichste Werfer der Partie. Dainis Kristopans seinerseits war viermal erfolgreich und feierte einen gelungenen Einstand. Es war nur passend, dass er auch an der abschließenden Szene des Spiels beteiligt war. Beim letzten Block gegen den Magdeburger Angriff hatte er wieder seine Finger am Ball.