Die Zukunft der Dallas Mavericks: Luka Doncic.
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Berlin/OrlandoEin dickes Lob von Dirk Nowitzki, ein weiterer NBA-Rekord – all das konnte Luka Doncic nicht über die Niederlage im ersten Playoff-Spiel seiner Karriere hinwegtrösten. Der Nachfolger des deutschen Ausnahmespielers als sportlicher Anführer der Dallas Mavericks kam beim Debüt gegen die Los Angeles Clippers am Montagabend (Ortszeit) zwar auf 42 Punkte, neun Vorlagen und sieben Rebounds. Beim 110:118 gegen den Titelkandidaten in der stärksten Basketball-Liga der Welt leistete er sich aber auch elf Ballverluste. „So viele hatte ich noch nie“, haderte Doncic. „Ich muss viel besser werden.“

Wie einst um Nowitzki ist das Spiel der Mavs im ersten Jahr nach dem Karriereende des Würzburgers um Doncic gebaut. Offensiv ist das oft ein Spektakel, kein Team ist so effektiv. „Er ist die Zukunft. Wir sind nicht davon ausgegangen, dass wir ihn aufhalten – aber wir wollten es ihm schwer machen“, meinte Clippers-Starspieler Paul George. Weder er noch Teamkollege Kawhi Leonard, beim Titelgewinn mit den Toronto Raptors vergangene Saison wertvollster Spieler der Finals, können in den drei wichtigsten Statistik-Kategorien mit Doncic mithalten – Punkte, Vorlagen, Rebounds: Im Schnitt ist der junge Kerl immer besser.

Sie befinden sich in guter Gesellschaft. Seit Februar ist Doncic 21 Jahre alt. Damals hatte er 21 Triple Doubles, zweistellige Werte in den Statistik-Kategorien für Punkte, Vorlagen und Rebounds. Magic Johnson und LeBron James kamen in diesem Alter nicht mal zusammen auf diese Zahl. Inzwischen kommt Doncic auf 25 dieser herausragenden Partien und liegt schon auf Rang 18 der NBA-Bestenliste. Trotz all dieser Werte wird Doncic in der NBA erst dann richtig anerkannt werden, wenn ihm solche Leistungen auch in den Playoffs gelingen.

Dafür war selbst die Niederlage am Montagabend ein guter Start – und wohl auch keine Überraschung für Nowitzki. „Ich dachte, dass er etwas mehr Probleme haben würde, sich an die Größe und Geschwindigkeit der NBA anzupassen, aber er hatte null Probleme“, sagte er erst neulich der New York Times.