Ziemlich vernebelt: Der Berliner Fußball-Verband rückt sich selbst nicht gerade ins beste Licht.
Foto: Imago Images/Sebastian Wells

Berlin - Der Verschleiß an Vizepräsidenten in diesem Jahr ist hoch beim Berliner Fußball-Verband (BFV), die Verweildauer kurz. Sascha Kummer war im Mai genau 19 Tage im Amt. Kamyar Niroumand, der ihm am 1. September als Vizepräsident Qualifizierung und Soziales nachfolgte, blieb elf Tage länger im Gremium des mit 170.000 Mitgliedern größten Berliner Sportfachverbandes. Am 1. Oktober informierte Niroumand BFV-Präsident Bernd Schultz dann darüber, sein Amt mit sofortiger Wirkung niederzulegen.

Was hat den 60-jährigen IT-Unternehmer, der sich seit 2003 als Präsident des Fußballklubs Hertha 03 Zehlendorf engagiert, dazu gebracht, beim BFV hinzuschmeißen? Schließlich war er den Posten mit ernsthaften Vorsätzen und der Vision angegangen, die Kluft zur Basis, zu den 382 Berliner Vereinen, zu verringern. Niroumand sagt, er habe diesen Schritt gemacht, um ein Signal an das restliche Präsidium zu senden: „Damit sie alle zurücktreten und den Weg frei machen für ein neues Team, in dem alle die gleiche Zielsetzung haben.“

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