Yeah: Albas Trainer Aito Garcia Reneses.
Imago Images/Tilo Wiedensohler

München - Aus seinem Gesicht den Spielstand abzulesen, ist nahezu ein Ding der Unmöglichkeit. Egal, ob seine Mannschaft in Rückstand oder in Führung liegt, Aíto García Reneses verzieht nur selten eine Miene oder steht mit puterrotem Kopf an der Seitenlinie. Mit seinen Assistenztrainern locker feixend sieht man ihn nur, wenn es mal besonders gut läuft, wenn Alba Berlins Trainer Spaß am Spiel seiner Mannschaft hat. Am Mittwochabend hatte der Grandseigneur der deutschen Basketball-Bundesliga kurz vor Spielende mal wieder Spaß. Seine Spieler dominierten auch das zweite Halbfinalspiel gegen Oldenburg, zauberten damit ihm und seinem Assistenztrainer Israel Gonzalez ein Lachen ins Gesicht.

Etwas mehr als vier Monate nach dem Pokalsieg kann Alba Berlin nach dem zweiten Titel des Jahres greifen, trifft am Freitag (20.30 Uhr) und Sonntag (15 Uhr) in den zwei Endspielen des Finalturniers der deutschen Meisterschaft auf Ludwigsburg, das man bereits in der Vorrunde besiegen konnte. Dass Alba Berlin eine große Chance auf den ersten Meistertitel seit 2008 hat, den neunten in der Vereinsgeschichte, liegt nicht nur am Kader. Der ist zwar zweifelsohne, hinter dem FC Bayern München, der qualitativ beste und breiteste der gesamten Liga. Doch anders als der Meister der vergangenen zwei Jahre, der bereits im Viertelfinale des Turniers scheiterte, haben die Berliner einen Trainer, der aus diesem Kader das Maximum herausholt und die Spieler entwickelt. Reneses unterscheidet nicht nach Jung und Alt, sondern nach guten und schlechten Spielern. Und beide Spielertypen kann er noch besser machen.

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