Die dreimaligen olympischen Goldmedaillengewinner Tadahiro Nomura (r.) und Saori Yoshida entzünden unter den Augen von Organisationschef Yoshiro Mori (l.) die olympische Fackel während der olympischen Feuerankunftszeremonie in einer Militärbasis bei Tokio.
Foto: Eugene Hoshiko, dpa

TokioEin Zeichen der Normalität? Oder doch nur ein sinnentleertes Festhalten an altgewohnten Ritualen? Unter dem Eindruck der weltweiten Coronavirus-Pandemie ist in Japan am Freitag die Olympische Flamme aus Griechenland für die Olympischen Spiele 2020 eingetroffen. 

Am Vortag  hatte das griechische Olympische Komitee im Rahmen einer kleinen Zeremonie im Panathinaiko-Stadion das Feuer an die Organisatoren der Spiele in Tokio übergeben. In einer Speziallampe wurde die Flamme dann per Flugzeug nach Japan gebracht. 

Auch dort entfiel die Zeremonie kleiner als ursprünglich geplant. Auf einem Militärstützpunkt in Higashimatsushima im Nordosten der Hauptinsel Honshu wurde das Olympische Feuerin in Empfang genommen. Lediglich 200 örtliche Schüler durften wegen der Gefahr einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus teilnehmen.

Unsicher ist allerdings weiterhin, ob die Spiele überhaupt wie geplant am 24. Juli in Tokio beginnen können. Die japanischen Organisatoren, das Internationale Olympische Komitee (IOC) und das Internationale Paralympische Komitee (IPC) halten trotz weltweiter Proteste bislang an ihren Plänen fest, Olympia vom 24. Juli bis 9. August und die Paralympics von 25. August bis 6. September auszurichten.