Am 13. November soll es für die Eisbären und Marcel Noebels wieder losgehen.
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BerlinDie Deutsche Eishockey Liga hat nach wochenlanger Unsicherheit den Klubs mit dem erhofften Termin für den Saisonauftakt eine Perspektive aufgezeigt. Am 13. November und damit knapp zwei Monate später als ursprünglich vorgesehen soll möglichst mit Zuschauern der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden. „Das ist wichtig für die Kommunikation mit den Jungs“, sagte Eisbären-Sportdirektor Stéphane Richer, „mit diesem Datum können wir nun besser planen.“ Fragezeichen bleiben aber.

Auf den Termin hatten sich die 14 Klubs am Montag in einer Videokonferenz geeinigt. Die Spielzeit wird damit erst nach dem Deutschland Cup beginnen, das Nationen-Turnier ist vom 5. bis 8. November in Krefeld geplant. Die genauen Ansetzungen sollen voraussichtlich Mitte September erscheinen. 

Die Vereine haben jetzt mehr Planungssicherheit. Doch die Unsicherheit bleibt in der Coronavirus-Krise enorm. Ob tatsächlich im November erstmals seit dem Saisonabbruch im März wieder gespielt wird? Voraussetzung sei, dass dies die „rechtliche wie auch die wirtschaftliche Situation im Kontext der Corona-Pandemie“ zulasse, teilte die DEL mit. Die Klubs sind stark von den Zuschauereinnahmen abhängig und darauf angewiesen, so schnell wie möglich zumindest vor einem Teilpublikum anzutreten. Ob im November Fans in den Hallen sein können, ist kaum vorhersehbar.

„Selbstverständlich wissen wir, dass sich die Rahmenbedingungen in diesen Corona-Zeiten immer wieder ändern können“, sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke. „Daher können wir nur starten, wenn von den Behörden grünes Licht kommt und hierbei für die Klubs ein Spielbetrieb wirtschaftlich darstellbar ist.“

Derzeit werden die individuellen Hygienekonzepte erstellt, die mit den jeweiligen Behörden abgestimmt werden. Die Klubs wollen „alle Parameter erfüllen, um in den Spielbetrieb mit Zuschauern einsteigen zu können“, sagte Tripcke. Serge Aubin, Trainer der Eisbären, hatte im Interview dieser Zeitung jüngst gesagt: „Wir legen uns natürlich voll ins Zeug, weil wir vor unseren Fans spielen wollen. Wir brauchen die Energie unserer Fans.“

Anfang Juli hatte die Liga entschieden, dass die Saison nicht vor November mit voraussichtlich allen 52 Hauptrundenspielen und einem verkürzten Playoff-Format beginnen soll. Der offene Termin hatte zuletzt bei prominenten Trainern wie dem Kölner Uwe Krupp und Mannheims Pavel Gross Kritik hervorgerufen. Für die Eisbären, Mannheim, München und Straubing soll am 6./7. Oktober die Champions Hockey League losgehen. Vor der DEL-Saison soll es ein Vorbereitungsturnier geben, Termin und Ort sind noch offen.