In Reihe eins: Die Spieler des 1. FC Union.
DDP/Andreas Gora

BerlinPlötzlich erhoben sich die Menschen von ihren weiß eingedeckten Tischen im großen Hotelsaal in Berlin-Neukölln. Der DJ spielte  „Eisern Union“, Applaus zur Hymne. Die Fußballer, die beim 1:1 in Paderborn nicht im Kader des 1. FC Union standen, stapften auf die Bühne. Zum zweiten Mal nach 2001 wurde die Köpenicker zu Berlins Mannschaft des Jahres gewählt. Damals war Union als Drittligist ins DFB-Pokalfinale eingezogen.  Dieses Mal war natürlich der Aufstieg in die Bundesliga der Grund.  

Bei der Champions-Wahl, die zur Hälfte von den Berlinern, zur anderen Hälfte von Experten aus der Sportmetropole erfolgte, hatte der Klub das Rekordergebnis von 35,27 Prozent der Stimmen erhalten. Anders gesagt: Jeder Dritte Berliner hatte  für den 1. FC Union votiert. Ähnlich rekordverdächtig geht es derzeit mit den Fußballern in der Bundesliga weiter. 20 Punkte aus 15 Spielen haben die Köpenicker bislang geholt. Mittelfeldspieler Grischa Prömel erklärte, auf der Bühne, weshalb sein Klub sich an den Eichhörnchen in der Wuhlheide  orientiert: „Alles, was wir vor der Winterpause sammeln, dem müssen wir nachher nicht hinterherrennen.“ Und Kapitän Christopher Trimmel erläuterte, wie Eichhörnchen-ähnlich der Klub die Beute in seinem Kobel versteckt: „Dieser Pokal wird einen ganz besonderen Platz bei uns in der Kabine finden.“

Zuvor hatte Unions Pressesprecher Christian Arbeit einen weiteren goldenen Buddy-Bären für  den Klub in der Kategorie Trainer/Manager in Empfang genommen. Für Urs Fischer, den Vater des Aufstiegs, der eine Grußbotschaft in den Saal schickte.  Ob er diesen Schweizer mit drei Worten beschreiben könne, wurde Arbeit gefragt: „Fußballgott“ war sein erster Gedanke, „schlussendlich“ sein zweiter. Dann sagte Arbeit: „Der Typ ist einfach sehr, sehr cool. Er gibt uns die Ruhe. Jeder, der Sport macht oder im Sport arbeitet, weiß, dass Nervosität das Schlimmste ist.“ Fischer bedankte sich im Video „für die tolle Auszeichnung. Ich alleine hätte das nicht schaffen können. Vielen Dank an meine Leute und an den Klub.“