Pilsen - Das triste Ambiente in Pilsen besaß beinahe Symbolcharakter. Ein Hotel am Rande einer Plattenbausiedlung hatte sich der FC Bayern für seine Dienstreise ausgesucht. Als Uli Hoeneß dort am Montagnachmittag mit der Mannschaft eintraf, war das anstehende Spiel seines Vereins in der Champions League beim tschechischen Meister FC Viktoria längst zur Nebensache geraten. Es ging nun vor allem um Hoeneß – und um die Frage, ob er sogar im Gefängnis landen kann. Am Vormittag hatte die Pressestelle des Oberlandesgerichts München II mitgeteilt, dass die zuständige 5. Strafkammer die Anklage der Staatsanwaltschaft München II gegen den 61-Jährigen wegen Steuerhinterziehung „unverändert“ zur Hauptverhandlung zugelassen habe. Der Prozess soll am 10. März 2014 beginnen, angesetzt sind vier Verhandlungstage.

Hoeneß äußerte sich in Pilsen kurz zur neuen Sachlage. Er wirkte konzentriert und angespannt, vorsichtig wählte er seine Worte. „Ich bin überrascht, dass die Selbstanzeige nicht als wirksam erachtet wird“, sagte der Präsident des Vereins und der Aufsichtsratsvorsitzende der FC Bayern AG. Man werde sich nun auf den Prozess vorbereiten und versuchen, „das Gericht von unseren Argumenten zu überzeugen“.

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