Bernd Schultz, 62, gehört seit 1990 dem Vorstand des Berliner Fußball-Verbandes (BFV) an und wurde 2004 als Nachfolger von Otto Höhne zum Präsidenten des Verbandes gewählt, der rund 159 000 Mitglieder zählt. Schultz, Verwaltungsbeamter bei der Berliner Polizei, wurde mehrmals wiedergewählt und befindet sich in seiner fünften Amtszeit, die bis 2021 andauert. Wir sprachen mit ihm vor dem Derby zwischen dem 1. FC Union Berlin und Hertha BSC über seine Erfahrungen und Erwartungen an die beiden Bundesligisten.

Herr Schultz, wie wichtig war der Aufstieg von Union für den Berliner Fußball?
Der war für Berlin unheimlich wichtig. Die Stadt verträgt gut zwei Erstligisten. Das Fanpotenzial ist da. Union hat seit dem Aufstieg rund 8 000 neue Mitglieder gewonnen.

Hertha hat mit Lars Windhorst einen neuen Investor, der auch als schillernde Figur gilt und von einigen auch skeptisch betrachtet wird.
Der Fußball braucht Investoren, beide Vereine sind ja auch Wirtschaftsunternehmen. Bleibt die Frage, wo holt man sich Kapital her? In Berlin hatten wir ja in der Vergangenheit mit Investoren bei Tennis Borussia und Blau-Weiß 90 oder auch bei Viktoria 89 schlechte Erfahrungen. Man kann Hertha BSC bei dem Vorhaben mit Windhorst, der ja große Pläne verkündet hat, nur viel Glück wünschen.

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