Der TTC Eastside will sich in eigener Halle den ersten Titel des Jahres sichern

Die Frauen des TTC Eastside spielen bis dato eine eher durchwachsene Saison. Nichtsdestotrotz zählen sie beim nationalen Pokal-Turnier zu den Favoritinnen.

Nina Mittelham führt die Frauen des TTC Berlin Eastside an.
Nina Mittelham führt die Frauen des TTC Berlin Eastside an.dpa/Carstensen

Viele Tischtennis-Anhänger erinnern sich sicherlich noch an die dramatischen Auftritte von Nina Mittelham vom TTC Berlin Eastside bei der EM im August vorigen Jahres, die im Rahmen der European Championships in München stattfanden. Bis ins Finale hatte sich Mittelham durchgesetzt und musste dort im Duell mit der Österreicherin Sofia Polcanova wegen einer sehr schmerzhaften Schulterverletzung unter Tränen aufgeben.

Die 25-Jährige ist nun an diesem Wochenende 7./8. Januar wieder einmal in Berlin in Aktion zu erleben. Dann ist die Große Spielhalle in der Paul-Heyse-Straße in Prenzlauer Berg das „Mekka“ des deutschen Frauen-Tischtennis. Dort wird mit dem nationalen Pokal die erste große Trophäe des Jahres 2023 vergeben und mit Ausnahme von Han Ying, der 10. der Weltrangliste, sind sämtliche deutschen Nationalspielerinnen am Ball. Dazu haben die elf besten Mannschaften, die nach Berlin reisen, zusätzlich international erfolgreiche Aktive aus anderen Ländern in ihren Reihen.

Die DJK Kolbermoor reist als Favorit an

Am Sonnabend wird in vier Gruppen gespielt, die Gruppensieger kommen am Sonntag ins Halbfinale und spielen die Endspielgegner aus. Pokalverteidiger ist der DJK Kolbermoor, Ausrichter des sogenannten Final Four ist der TTC Berlin Eastside, der den Cup seit 2013 siebenmal gewinnen konnte.

Beide Teams gelten als die Favoriten. Die Oberbayern aus Kolbermoor errangen die inoffizielle „Herbstmeisterschaft“ in der Bundesliga – gefolgt vom TTC Eastside. Die Mannschaft der langjährigen Cheftrainerin Irina Palina wird mit Mittelham (14. der Weltrangliste), Shan Xiaona (20. der Weltrangliste), Sabina Surjan, Yaping Ding und dem größten deutschen Talent, der erst 12-jährigen Josi Neumann, antreten. In den Gruppenspielen trifft der Gastgeber auf den TTC Weinheim (1. Liga) und TuS Fürstenfeldbruck (2. Liga).

Der TTC hat bislang eine eher durchwachsene Saison gespielt, erreichte in der Champions League nur knapp das Viertelfinale nach Duellen gegen Cagliari (3:1 und 2:3) und Cartagena (0:3 und 3:2). Gegner Ende Januar im Viertelfinale der Königsklasse ist Metz TT.

Präsident Teichmann fordert eine Steigerung

Die Mannschaft des TTC musste in der Liga häufig in wechselnder Besetzung antreten, da Mittelham und Shan Xiaona in der Hinrunde in der japanischen Profiliga (T-League) Gastspiele bestritten. In der Champions League aber waren beide Athletinnen für Berlin spielberechtigt so wie nun auch im Pokal.

Mit einem Erfolg am Wochenende soll sich das Team Selbstbewusstsein holen, um doch noch die deutsche Meisterschaft zu holen und in der Champions League weit vorn zu landen. „Wir streben immer das Optimale an“, sagt TTC-Präsident Alexander Teichmann, „aber wir wissen auch, wie schwer das ist. Wir müssen uns unbedingt steigern.“