Keine Angst vor Corona? In das Pokal-Duell bei Bayer Leverkusen geht Unions Trainer Urs Fischer jedenfalls mit einem guten Gefühl.
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LeverkusenNatürlich ist die Ausgangslage klar. Favorit sind mit Sicherheit nicht die Spieler des 1. FC Union, die am Mittwoch ab 18.30 Uhr im Pokalviertelfinale versuchen wollen, Gastgeber  Bayer Leverkusen ein Bein zu stellen. Nein, das ist die Werkself, die den bitteren Geschmack der Niederlage derzeit gar nicht mehr zu kennen scheint. Die letzte Pleite datiert vom 1. Februar, als das Team von Peter Bosz sich beim Gastspiel in Hoffenheim (1:2) etwas indisponiert zeigte. Seither folgten sechs Siege in Pokal, Europa League und Liga, und auch das 1:1 bei RB Leipzig vom Wochenende fällt ja eher unter die Kategorie Punktgewinn denn Punktverlust.

Unions Trainer Urs Fischer untertreibt daher keinesfalls, wenn er betont, dass seine Mannschaft eine „außergewöhnliche Leistung“ brauche, um erstmals seit 2001 wieder unter die letzten Vier des DFB-Pokals zu kommen.

Eine außergewöhnliche Leistung haben die Köpenicker bislang aber schon angeboten. Nicht nur beim 2:3 in der Liga im Vormonat, als sie die Rheinländer am Rande einer Niederlage hatten. Nein, 30 Punkte aus den bislang absolvierten Bundesliga-Runden erreicht zu haben, kann schon mit Fug und Recht als außergewöhnlich angesehen werden. Daraus schöpfen die Eisernen derzeit auch jede Menge Mut. Weil sie wissen, dass sie sich an guten Tagen vor keinem Gegner verstecken müssen, so er denn nicht gerade FC Bayern oder Borussia Dortmund heißt.

Urs Fischer lobt Bayers Effizienz

„Leverkusen war unglaublich effektiv und hat unsere Fehler eiskalt ausgenutzt. Das bedeutet, wir müssen so wenig Fehler wie möglich machen, uns selbst gewisse Dinge zutrauen und effizient sein“, meinte auch Fischer und bekommt Zuspruch von Abwehrspieler Marvin Friedrich. Der sagt: „Wir haben daraus gelernt.“

Auch das 2:2 gegen Wolfsburg nach einem noch aus der Hand gegebenen 2:0-Vorsprung zieht die Köpenicker keinesfalls runter. „Dieses Spiel war trotzdem wichtig fürs Selbstvertrauen. Fürs Punktekonto auch. Wir haben das zuletzt schon nicht so schlecht gemacht, von daher gehe ich davon aus, dass wir es jetzt wieder gut machen können gegen Leverkusen, auch wenn wir uns nicht hinstellen werden und sagen, wir sind Favorit“, meinte Unions Kapitän Christopher Trimmel.

Das mit Sicherheit nicht. Aber aus der Außenseiterrolle heraus befreit aufspielen zu können, könnte ja auch letztlich das kleine Quäntchen sein, das am Ende den erhofften Erfolg bringt.