Berlin - Fahnen schwenken, auf die Pauke hauen: Wenn sie schon nicht wie der kleine Trommeltrupp bestehend aus Aufbauhelfern in der Schmelinghalle sein konnten, wollten einige Fans der Füchse Berlin zumindest vor dem Spiel unterstützen. Draußen, vor der Heimspielstätte der Berliner, in der am Dienstagabend der Einzug in das Final Four der European League perfekt gemacht werden sollte. Eine 29:32-Niederlage aus dem Hinspiel galt es gegen Montpellier wettzumachen. Und genau das sollte mit einem über weite Strecken überzeugenden Auftritt gelingen. Der 31:23-Sieg war gleichbedeutend mit dem Ticket nach Mannheim. 

In der Summe aus Hin- und Rückspiel hatten die Füchse bereits zur Pause die Nase vorn. Bei einer 16:13-Führung zwar nur aufgrund der weniger erzielten Auswärtstore der Gäste, aber immerhin. Und überhaupt war die erste Hälfte doch ein Mutmacher für den zweiten Abschnitt. Durch den bestens aufgelegten Hans Lindberg (7 Tore zur Pause) und eine phasenweise stabile 6:0-Abwehr, die in Verbindung mit Paraden von Torwart Dejan Milosavljev für Tempogegenstöße und dadurch einfache Tore sorgte, lagen die Berliner in der 25. Minute sogar mit 14:8 vorn. Wehe aber, die Berliner mussten sich ihre Treffer im Positionsangriff erarbeiten. Dann hatten sie zunächst mit der offensiven Abwehr der Franzosen und später mit der defensiveren Variante sichtbar Probleme.

Die endgültige Entscheidung also musste die letzte Halbzeit bringen. Und da konnten die Füchse ihren Vorsprung nicht nur halten, sondern Stück für Stück ausbauen. Als noch sieben Minuten zu spielen waren und die Füchse ihre Führung gerade auf 29:20 geschraubt hatten, war die Sache im Prinzip durch - die restliche Spielzeit nur noch die Kür auf dem Weg zum Final Four.