Berlin -Alfred Gislason schwankt zwischen Vorfreude und Anspannung. Der Bundestrainer freut sich auf die Härtetests gegen die Schweiz (Freitag) und Olympiasieger Frankreich (Sonntag). Doch die vielen Coronafälle kurz vor der Handball-EM lassen ihn nicht kalt. Die Europäische Handballföderation (EHF) verkürzte die verpflichtende Quarantäne positiv getesteter Spieler am Donnerstag von zwei Wochen auf fünf Tage. Nach zwei negativen PCR-Tests dürfen die Athleten wieder eingesetzt werden.

Für Gislason sind die täglichen Nachrichten über neue Infektionen bei anderen Teams Warnung und Antrieb zugleich. „Es spornt uns an, extrem selbst aufzupassen, dass wir alle negativ bleiben“, so der Isländer im DHB-Magazin „Spotlight“.

Bislang hat das geklappt. Gislason kann aus einem vollen Kader schöpfen, wenn seine junge Mannschaft am Freitag (16 Uhr/ARD), eine Woche vor dem deutschen EM-Auftakt, gegen die Schweiz antritt. „Es ist extrem wichtig, jetzt diese Wettkampfsituation zu bekommen“, sagte der 62-Jährige vor dem Formcheck.

Spätestens die EM-Generalprobe gegen das französische Starensemble am Sonntag (19.05 Uhr/Sport1) gilt als echter Gradmesser, wie weit das Team mit neun Turnier-Debütanten ist - und was beim Turnier in der Slowakei und in Ungarn von der deutschen Mannschaft erwartet werden kann.