Berlin - Das starke Abschneiden seines Teams beim vorletzten Weltcup der Rennrodler lässt Norbert Loch voller Hoffnungen auf die Olympischen Winterspiele blicken. „Es ist wichtig, dass wir so solide Rennen fahren. Das macht mir Hoffnung, dass wir gut vorbereitet für Olympia sind“, sagte der Bundestrainer nach dem Weltcup-Wochenende in Oberhof, das mit einem Dreifach-Triumph bei den Männern, einem Doppelsieg bei den Doppelsitzern und für die Plätze zwei bis fünf bei den Frauen reichte. Zudem gewann das deutsche Team zum Abschluss noch die Teamstaffel.

Lediglich Julia Taubitz verpasste beim Heim-Weltcup am Sonntag bei den Frauen einen Sieg, bleibt aber in der Gesamtwertung aussichtsreich vor ihrer stärksten Konkurrentin und Oberhof-Siegerin Madeleine Egle aus Österreich. „Ich hätte mich so über den Sieg gefreut. Aber Madeleine ist saustark gefahren“, sagte die 25-Jährige.

Einen großen Tag hatte zuvor Johannes Ludwig, der sich mit seinen konstant guten Leistungen in dieser Saison mit dem fünften Weltcuperfolg und erstmals mit dem Sieg im Gesamtklassement belohnen konnte. „Ich ordne diesen Erfolg sehr, sehr hoch ein, denn ich habe diesen Titel in meiner Karriere noch nie gewonnen. Und das zeigt ja die Konstanz über die ganze Saison“, sagte Ludwig, der vor seinen Teamkameraden Max Langenhan (Friedrichroda) und Felix Loch (Berchtesgaden) gewann. Auch der dreimalige Olympiasieger Loch kommt nach seiner Corona-Zwangspause im Dezember allmählich in gute Form.

Mit einem Doppelsieg von Toni Eggert/Sascha Benecken (Ilsenburg/Suhl) und Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee) haben die deutschen Doppelsitzer das erfolgreiche Wochenende komplettiert. Das Thüringer Duo Eggert/Benecken gewann auf der heimischen Bahn vor den Bayern Wendl/Arlt. „Toni und Sascha waren wieder eine Klasse für sich“, befand Bundestrainer Loch. In der Gesamtwertung geht es nun in St. Moritz am nächsten Wochenende um den Sieg zwischen den beiden Thüringern und dem lettischen Doppel Andris Sics/Juris Sics, das noch mit 37 Punkten Vorsprung auf Rang eins liegt.