Berlin - Niederlage zum Vorrundenende trotz deutlicher Leistungssteigerung: Nach dem 2:3 (1:1, 0:1, 1:1) am Sonntag gegen die USA spielt die deutsche Eishockey-Olympia-Auswahl am Dienstag gegen die Slowakei um den Einzug ins Viertelfinale. Ein früher Überzahltreffer von Patrick Hager (2. Minute) und das Anschlusstor durch Tom Kühnhackl (58.) waren zu wenig für den zweiten Gruppenerfolg des Teams von Bundestrainer Toni Söderholm nach dem 3:2-Zittersieg gegen die Olympia-Auswahl Chinas.

Steven Kampfer (5.), Matt Knies (25.) und Nathan Smith (43.) schossen das junge US-Team zum Gruppensieg und damit zur direkten Viertelfinal-Qualifikation. Wie schon 2018, als mit dem Gewinn der Silbermedaille der größte deutsche Eishockey-Erfolg überhaupt gelang, muss das deutsche Team in ein erstes Entscheidungsspiel.

Der Auftritt am Sonntag macht nach den bislang eher enttäuschenden Leistungen aber Hoffnung. Söderholm will mit seiner Auswahl auch in Peking wieder um die Medaillen spielen. Sein Team war im Vergleich zum 1:5 gegen Kanada am Donnerstag und dem nervösen Gestochere gegen die Außenseiter-Auswahl Chinas lange stark verbessert. Sowohl kämpferisch als auch spielerisch legte der Weltranglistenfünfte angefeuert von zahlreichen anderen deutschen Olympia-Athleten im Wukesong Sports Centre zu. Von Beginn an war das Team aggressiver und leidenschaftlicher gegen die zum Großteil aus Collegespielern bestehende US-Auswahl als in den bisherigen Spielen.

Schon nach 120 Sekunden wurde Deutschland in Überzahl belohnt. Hager vom EHC Red Bull München traf nach einer schönen Kombination. Offenbar halfen auch die personellen Wechsel Söderholms. Nach den bislang schwachen Auftritten im Turnier ließ der Finne etwa die bislang enttäuschenden Daniel Pietta aus Ingolstadt und Mannheims David Wolf auf der Tribüne. Dass Söderholm einen Tag nach dem Spiel gegen China im Tor wechseln würde, war hingegen erwartet worden – zumal Mathias Niederberger vom Meister Eisbären Berlin bislang kaum überzeugen konnte. Dass der für München in dieser Saison bislang allerdings schwache Danny aus den Birken Mannheims Felix Brückmann vorgezogen wurde, verblüffte.

Aus den Birken profitierte gegen die schnellen US-Talente von der aggressiven Abwehr Deutschlands. Beim Ausgleich in Unterzahl von Kampfer war der 36-Jährige machtlos. Vor dem zweiten Gegentreffer verlor der Routinier dann unglücklich seinen Schläger. Dem dritten Treffer der USA ging ein Fehlpass von Jonas Müller voraus. Mehr als das Anschlusstor gelang danach nicht mehr.