Die Ungarn sind noch einen Schritt von der EM-Endrunde entfernt.
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BerlinDie deutsche Fußball-Nationalmannschaft trifft bei der EM im Sommer 2021 in der Gruppenphase auf Island oder Ungarn. Das steht nach den ersten Play-off-Partien am Donnerstagabend fest. Island bezwang Rumänien dank eines Doppelpacks des ehemaligen Hoffenheimer Bundesligaprofis Gylfi Sigurdsson mit 2:1 (2:0), Ungarn setzte sich 3:1 (2:0) in Bulgarien durch. Dabei zählte der Leipziger Willi Orban zu den Torschützen.

Dagegen ist Stürmerstar Erling Haaland bei der EM (11. Juni bis 11. Juli 2021) nur Zuschauer. Der Dortmunder Bundesligaprofi verlor mit Norwegen in den EM-Play-offs gegen Serbien mit 1:2 (1:1) nach Verlängerung und verpasste damit die Teilnahme an der Endrunde. Die Serben sind ihrerseits bei der EM ein möglicher Gruppengegner von England, Vizeweltmeister Kroatien und Tschechien.

Haaland blieb am Donnerstag ohne Treffer. Mathias Normann (88.) rettete die Norweger, die durch Sergej Milinkovic-Savic (81.) in Rückstand geraten waren, in die Verlängerung. Dort schlug Milinkovic-Savic (103.) erneut zu. Die Serben treffen nun auf Schottland, das sich 5:3 im Elfmeterschießen gegen Israel durchsetzte.

Im direkten Duell zwischen Island und Ungarn am 12. November entscheidet sich, wer bei der EM (11. Juni bis 11. Juli 2021) in Gruppe F neben Deutschland, Titelverteidiger Portugal und Weltmeister Frankreich spielen wird.

Der Qualifikationsmodus ist kompliziert, in den Play-offs werden die verbleibenden vier Tickets unter 16 Teilnehmern vergeben. Deutschlands Gegner kommt nun aus dem Weg A, in dem die vermeintlich stärksten Play-off-Teilnehmer um ein Ticket streiten.

Hätte Rumänien diesen Weg A gewonnen, wäre die Mannschaft in EM-Gruppe C gekommen, die ihre Spiele in Bukarest und Amsterdam austrägt. Nun aber ermitteln Nordmazedonien (2:1 gegen Kosovo) und Georgien (1:0 gegen Belarus), beide aus dem Weg D, den letzten Teilnehmer für Gruppe C.

Spannend ging es in den ersten Duellen im Weg B zu. Jeweils im Elfmeterschießen setzten sich die Slowakei (4:2 gegen Irland) und Nordirland (4:3 in Bosnien-Herzegowina) durch. Die Nordiren und die Slowaken spielen nun um ein Ticket für die EM-Gruppe E, die aus Spanien, Schweden und Polen besteht.