In Deutschland entdeckte Javi Martínez eine neue Art der Stille. Zu Hause in Ayegui, dem nordspanischen Dorf am Fuße des Berges Montejurra mit seinen 2 000 Einwohnern, hatte er die Ruhe der Natur zur Genüge kennengelernt, aber dies war München, eine Millionenstadt, und doch, irgendetwas fehlte, fühlte Martínez, bis er merkte, was: „Du gehst auf der Straße und hörst niemanden herumschreien“, berichtete er seinen Landsleuten in der Zeitung El País. „Einmal war ich mit ein paar Freunden aus Spanien in der Stadt unterwegs, und mir war es ein bisschen peinlich. Ich merkte: Man hört nur uns!“

Fasziniert beobachtete Javi Martínez in den ersten Monaten beim FC Bayern die romantischen Seiten Münchens. Seinen Bekannten schickte er zwei Fotos der Stadt. Eines zeigt die Straßen des Lehel mit den prächtigen Häusern, golden beleuchtet zur Nacht, aber eben menschenverlassen, das andere den Eisbach im Englischen Garten, das Licht spiegelt sich im Wasser, verwunschen hängen die Pflanzen über das Ufer.

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