Familien-Angelegenheit: Eine Mutter joggt mit ihren Kindern durch den Park.
Foto: dpa/Sebastian Gollnow

BerlinEs läuft in Berlin. Doch, doch, das ist ernst gemeint. Es läuft, das Laufvolk, zahlreicher denn je. Das Coronavirus hat das bewirkt. Es hat die Gesellschaft in vielen Bereichen zum Stillstand gezwungen und dadurch in anderen für Bewegung gesorgt. Im Sport zum Beispiel.

Noch ist es nur ein Eindruck, weil drei Monate für eine tragfähige Statistik nicht ausreichen. Er beruht auf Beobachtungen in Parks, im Straßenbild, die allerdings eindrücklicher sind als Mitgliederzahlen von Vereinen oder Lauftreffs. Ganze Familien sind seit Beginn der Corona-Beschränkungen gemeinsam joggend zu sehen.

Es läuft also in Berlin, und die Berliner Zeitung läuft mit. Nicht als Mitläufer, nicht nur nebenher, sondern mittendrin, mal mit Abstand, mal ohne. An diesem Wochenende startet der Themenschwerpunkt „Laufen in Berlin“.

Er soll so sein, wie die Berliner Zeitung eben ist: informativ und unterhaltsam, kritisch und lustig, zuverlässig und überraschend. Er soll Interviews bieten und Porträts und Reportagen, in Wort, Bild, bewegt, bewegend, bildend.

Service, ein zentrales Thema, Handreichungen für die Fußathleten. Welche Schuhe passen zu wem? Welche App hält das, was sie verspricht? Pulsuhr, wichtig oder witzlos? Ist das, was hier neuerdings betrieben wird, eine kurzlebige Mode? Auch so eine Frage, auf die „Laufen in Berlin“ eine Antwort geben will: Geht Jogging viral?

Noch ist es zu früh, einen Boom auszurufen, zu frisch sind die Lockerungen. Erst seit kurzem haben Fitnessstudios wieder geöffnet. Vereine fahren ihr Angebot hoch. Es gibt wieder Alternativen zum Joggen. Doch scheint der Trend stabil zu bleiben.

Es ist kein Zufall, dass der erste Text des Themenschwerpunkts von dem 72 Jahre alten Langstreckenläufer John Kunkeler handelt. Auch er ist einem überraschenden Impuls gefolgt und dann über Jahrzehnte seinem Sport treu geblieben. Wie hat er das geschafft? Kunkeler ist der laufende Beweis dafür, dass Ausdauer keine Frage des Alters ist, sondern der Balance. Wie geht das?

Was läuft? „Laufen in Berlin“. Ab jetzt in der Berliner Zeitung.