James Sheppard erlöst die Eisbären Berlin mit seinen beiden Treffern.
Foto: Mathias Renner/City-Press

Berlin-FriedrichshainDer Monat Dezember war bislang kein guter gewesen für die Eisbären. Alle drei Spiele hatten die Berliner vor dem Donnerstagabend verloren und dabei 16 Gegentore hinnehmen müssen. Gut vier Minuten vor dem Ende des Spiels gegen die Düsseldorfer EG war klar, dass diese Negativserie endet. Im Schlussdrittel traf zunächst James Sheppard doppelt, bevor Maxim Lapierre mit seinem Treffer zum 3:1 für die Entscheidung und den Sieg sorgte.

Noch nach dem Abschlusstraining hatte Trainer Serge Aubin betont, dass die drei Niederlagen zuvor nicht über die bisher positive Saison hinwegtäuschen sollten. Die jüngsten Defensivprobleme seiner Mannschaft konnte aber selbst er nicht schönreden. Denn auch gegen die DEG waren diese zu beobachten, zumindest am Anfang. Nach gerade mal 71 Sekunden lag sein Team 0:1 hinten. Ryan McKiernans Pass von der eigenen blauen Linie geriet ein wenig zu ungenau, und Luke Adam hatte im Duell mit dem zuletzt stark kritisierten Torwart Sebastian Dahm keine Probleme.

Düsseldorfs Torwart hält stark

Und auch nach dem 0:1 taten sich die Eisbären-Verteidiger weiterhin im eigenen Spielaufbau schwer, zudem konnte der Angriff für keine Entlastung sorgen. In den vorangegangenen drei Spielen brachte der Angriff ordentlich Unterhaltung, an diesem Abend war von der gefürchteten EHC-Offensive anfangs nicht viel zu sehen. Erst gegen Ende des ersten Drittels wurden die Gastgeber etwas genauer, scheiterten aber mit ihren Schüssen. Das machte auch Frank Hördler Mut, doch der Eisbären-Verteidiger mahnte auf dem Weg in die Kabine zur Vorsicht: „Vor dem Tor sind sie gefährlich, da müssen wir aufpassen.“

Genau das versuchten die Eisbären nach der Drittelpause umzusetzen. Und auch die Angriffsbemühungen   wirkten nun etwas zielstrebiger. Das Problem der Eisbären trug in den ersten beiden Dritteln aber ein gelbes Trikot mit der Nummer 35. Wer auch immer aufseiten der Berliner auf den Kasten schoss, der ehemalige EHC-Keeper Mathias Niederberger parierte alle 25 Versuche und schien an diesem Abend zunächst unüberwindbar zu sein. Trotzdem sah das Spiel der Eisbären nicht nur offensiv, sondern auch defensiv besser aus. Auch im Vergleich zu den vorangegangenen Spielen, in denen die Berliner nach zwei Abschnitten schon jeweils mehr Tore kassiert hatten.

James Sheppard trifft doppelt für die Eisbären

Die Kontrolle über die Partie hatten die Berliner im zweiten Drittel gewonnen, im Schlussabschnitt sollte es dann endlich auch mit den eigenen Toren klappen. Diesmal war es Fehler im Aufbauspiel der Gäste, der für einen schnellen Gegenangriff der Eisbären sorgte und an dessen Ende James Sheppard zum mittlerweile verdienten Ausgleich traf (44.). Die Berliner blieben am Drücker und feuerten einen Schuss nach dem anderen ab. Das nun deutlich verbesserte Spiel wurde durch die 2:1-Führung durch einen Überzahltreffer von Sheppard belohnt (49.). Maxim Lapierre sorgte gut vier Minuten vor dem Ende für die Entscheidung.