Berlin - Dank neuer TV-Verträge wähnt sich die Frauenfußball-Bundesliga vor ihrer 32. Spielzeit auf dem Weg in eine erfolgreichere Zukunft. „Wir wollten auf alle Fälle für mehr Sichtbarkeit sorgen, dafür haben wir einen großen Schritt getan“, sagte Hannelore Ratzeburg, Vizepräsidentin für Frauen- und Mädchenfußball des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), auf einer digitalen Pressekonferenz vor dem Saisonstart am Freitag.

Siegfried Dietrich, Vorsitzender des DFB-Ausschusses Frauen-Bundesligen, sprach von einer „neuen Präsenzstufe“ und einem „neuen Zeitalter“. Erstmals werden alle 132 Spiele live bei MagentaSport ausgestrahlt. Neben dem durch mehr Investment von DFB und Telekom ermöglichten Angebot beim Streamingdienst ist ein Samstagsspiel fester Bestandteil der ARD-Sportschau vor einem TV-Millionenpublikum. Eine Partie pro Spieltag läuft weiter bei Eurosport im Free-TV.

Diese auch von den Vereinen geforderte regelmäßige Sichtbarkeit biete in der Vermarktung auch für die Klubs „Top-Argumente, um auf neue Partner und Sponsoren zuzugehen. Das ist im EM-Jahr besonders wichtig“, äußerte Eintracht Frankfurts Sportdirektor Dietrich. Mit Highlight-Spielen in großen Stadien wolle man zusätzliche Aufmerksamkeit erzeugen, zukünftig sei zudem laut Dietrich eine Aufstockung der Zwölfer-Liga „weit oben“ auf der Prioritätenliste.

Im europäischen Wettstreit durch massiv steigendes Investment sei England durch starke TV-Einnahmen „ein paar Schritte voraus“, sagte Bianca Rech, Sportliche Leiterin bei Meister Bayern München, aber: „Wir wachsen gerade wieder.“ Auch sportlich brauche sich die Bundesliga mit interessanten Spielerinnen und einem engen Tabellenmittelfeld nicht zu verstecken.

Im Meisterrennen fühlt sich der FC Bayern nun als „der Gejagte“, so Rech weiter. „Wir wollen so erfolgreich sein wie letzte Saison und den Flow mitnehmen.“ Die meiste Gegenwehr wird Vizemeister und Pokalsieger VfL Wolfsburg zugetraut, nicht nur Dietrich erwartet ein erneutes „Kopf-an-Kopf-Rennen“.

Im Eröffnungsspiel trifft die TSG Hoffenheim im Baden-Duell auf den SC Freiburg (19.15 Uhr, Eurosport und MagentaSport). Die Bayern starten ihre Mission Titelverteidigung am Sonntag (16 Uhr) gegen Werder Bremen.