Kann auch laut werden: Füchse-Trainer Michael Roth zieht das Trainingspensum seiner Handballprofis an.
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BerlinHärteres Training soll den Füchsen Berlin auf lange Sicht zu mehr Erfolg in der Handball-Bundesliga und im europäischen Wettbewerb verhelfen. „Wir haben ja auch Fernziele, die wir nicht aus den Augen verlieren wollen“, sagt der Trainer Michael Roth. „Um die Spieler vor neue Aufgaben zu stellen“, solle in den kommenden Wochen intensiver gearbeitet werden. Die Spieler sollten „mal aus ihrem Trott rauskommen“, sagte Roth.

Trainer Roth wollte alles hinterfragen

Der 58-Jährige hatte vorige Woche das Traineramt bei den Füchsen von Velimir Petkovic übernommen, der inzwischen Russlands Nationalmannschaft verantwortlich betreut. Roth hat sich mit dem gesamten Stab der Berliner beraten. „Wir wollten alles mal hinterfragen“, sagt Roth. Und so stand auch das Pensum zur Diskussion.

Herausgekommen sind mindestens zwei zusätzliche Einheiten für die Profis. Kraft soll vor allem trainiert, die Athletik verbessert werden. „Da kann man noch ein bisschen nachholen. Besonders die jüngeren Spieler. Die müssen wir aufpäppeln“, fand Roth.

So wird es Tage geben, an denen zwei Einheiten stattfinden werden, anstatt wie zuvor nur eine. Für das Empfinden von Otto-Normal-Verbraucher ist der Arbeitsbeginn noch sehr geschmeidig. Um 10 Uhr beginnt die Frühschicht. Bisher ging es um 12 Uhr los. „Morgens machen wir Athletik, mittags geht es dann in die Halle“, sagt Roth. Länger geübt werden als sonst soll auch pro Einheit.

Viel hilft viel? Dieser Irrglaube hat sich auch bei den Füchsen nicht eingeschlichen. Pausen müssen sein. Schließlich wollen sie in dieser Saison noch unbedingt einen europäischen Startplatz für die kommende Saison herausholen. Am Sonntag empfangen die Füchse als Tabellenfünfter in der Max-Schmeling-Halle den deutschen Meister SG Flensburg-Handewitt.