Berlin - Wenn Sven Weinel am Sonnabend gegen 13.30 Uhr seinen 430 PS starken Dreiachser vom Hotel in die Alten Försterei zum Freiburg-Spiel steuert, ist das eine der kurzen Dienstfahrten für den 57-Jährigen. Und doch wird ihm jede Sekunde doppelt lang vorkommen. Es ist seine letzte Fahrt für Union. Nach 22 Jahren als Busfahrer, Zeugwart und Mannschaftsleiter tritt die gute Seele der Eisernen ab. 

Viele Trainer kamen und gingen. „Ich bin mit allen ausgekommen. Bis auf Mirko Votava. Da stimmte die Chemie nicht“, so der Ost-Berliner, der zu Vorwendezeiten schon Linie gefahren ist, nach der Wende dann im Taxibetrieb seines Vaters malochte, ehe er wieder die großen Kisten durchs Land kutschierte. Die kurze Union-Pause war kaum der Rede wert, Votava schnell Geschichte und Weinel kam zurück und half überall rund ums Team. „Ein bisschen war man Mädchen für alles“, gibt Weinel zu. 

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