Krzysztof Piatek kam im Januar zu Hertha, schoss in der Rückrunde aber nur vier Tore. Der Pole muss sich in der neuen Spielzeit steigern.
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BerlinHerthas Manager Michael Preetz, 53, ist mit 84 Bundesliga-Treffern der Rekord-Torschütze des Klubs. Trainer Bruno Labbadia, 54, war mit 103 Treffern eine Torjäger-Ikone im Oberhaus. Beide lieben das Offensivspiel, beide lieben Tore. Deswegen können sowohl der Manager als auch der Trainer noch nicht mit dem blau-weißen Angriff zufrieden sein. Es passiert zu wenig in der Offensive. Beide hoffen, dass es Sonnabend um 17 Uhr beim Testspiel gegen den holländischen Erstligisten PSV Eindhoven endlich besser wird.

Schon bei der 0:1-Niederlage im Test bei Ajax Amsterdam am vergangenen Dienstag forderte Trainer Bruno Labbadia seine Spieler immer wieder an der Seitenlinie auf, mehr für die Offensive zu tun. Auch Manager Michael Preetz sagt es unverhohlen: „Da ist noch Luft, aber das ist auch dem Stand der Vorbereitung geschuldet. Wir hatten erst zwei Testspiele.“ Die erste geplante Probepartie gegen AS Saint Etienne vor drei Wochen fiel aus, weil die Franzosen einen Corona-Fall im Team hatten.

Auch gegen Eindhoven muss Labbadia auf ein Spiel im Amateurstadion auf dem Olympiagelände verzichten. Eigentlich waren zwei Tests gegen PSV vorgesehen, doch die Holländer haben zu viele Verletzte, um zwei Mal 90 Minuten spielen zu können. Labbadia wollte zunächst mit zwei Teams antreten, um genau zu sehen, wo es im Sturm hapert und wer in der B-Elf eine ernsthafte Alternative sein kann. Denn noch stimmt das Zusammenspiel zwischen Krzysztof Piatek, Matheus Cunha, Dodi Lukebakio und Javairo Dilrosun nicht exakt.

„Wir kommen jetzt in eine Phase, in der wir zulegen müssen, keine Frage. Wir müssen an der Entwicklung unseres Spiels nach vorn arbeiten“, erklärt Preetz. Der Manager bleibt trotzdem geduldig: „Wir haben in einigen Phasen der vergangenen Saison unter Bruno Labbadia gezeigt, wo es hingehen kann. Mehr gefährliche Situationen zu kreieren, ist ein Entwicklungsprozess, der nicht im Laufe der nächsten Saison abgeschlossen sein wird.“

Hertha kann dank der Millionen von Investor Lars Windhorst noch bis zum 5. Oktober auf dem Transfermarkt einkaufen. Ein Stürmer, ein Linksaußen und ein offensiver Mittelfeldspieler werden weiterhin gesucht. Preetz und Labbadia wollen jetzt erst mal gegen Eindhoven vom vorhandenen Personal Tore und mehr Schwung sehen.