München - Der FC Bayern bastelt seit Langem an seinem „Projekt 2020“. Die Verträge von Jerome Boateng, Thomas Müller und Javi Martínez wurden verlängert, David Alaba soll kurz vor der Unterschrift bis 2021 stehen. Andere Stars wie Manuel Neuer, Douglas Costa, Robert Lewandowski oder Arturo Vidal sind ohnehin langfristig gebunden.

Und Mario Götze? Wenn es um die Zukunft beim deutschen Rekordmeister geht, fällt nur selten der Name des WM-Helden von 2014. Der Vertrag des früheren Dortmunders läuft bis 2017. Doch längst wird gemutmaßt, dass Götze die Bayern schon in diesem Sommer verlassen könnte, wenn er letztmals eine hohe Ablöse brächte.

Alles hängt an Ancelotti

Alles hängt vom neuen Trainer Carlo Ancelotti ab. Doch was kann der Italiener Götze angesichts der großen Konkurrenz im Bayern-Kader versprechen? Mit einer erneuten Nebenrolle wird sich der hoch veranlagte Mittelfeldspieler kaum zufrieden geben. Er würde „sehr gerne ein Gesicht des FC Bayern werden und eine noch größere Rolle spielen“, hatte Götze im Januar berichtet.

Doch die Gesichter beim FC Bayern sind andere: Müller, Neuer, Alaba, Boateng oder Franck Ribéry und Arjen Robben - aber sicher nicht Götze. Dazu hat der 23-Jährige in den inzwischen knapp drei Jahren in München zu wenig Eindruck hinterlassen.

Immer wieder verletzt

Immer wenn Götze auf einem guten Weg schien, warf ihn eine Verletzung aus der Bahn - zuletzt im Oktober 2015 in Götzes wohl bester Phase in München. Erst am Samstag gegen Bremen (5:0) feierte er sein Comeback. „Wir werden die Lage im Sommer analysieren. Wir müssen auch sehen, was der Spieler will“, sagte Sportvorstand Matthias Sammer nach der Partie dem kicker, betonte aber, er erwarte nun „keine Wunderdinge“ von Götze: „Lasst uns doch einfach ruhig bleiben.“

Dies versucht auch Götze selbst. „Es war eine sehr lange Zeit. Ich bin froh, dass ich wieder beschwerdefrei spielen kann. Das ist für mich die Priorität“, sagte er nach seiner Rückkehr. Kein Wort verlor er darüber, dass er zuvor fünf Spiele auf der Bank geschmort hatte. Natürlich wolle er auch „die großen Spiele spielen. Dafür brauche ich die nötige Fitness, die ich mir in den nächsten Spielen holen werde“.