Berlin - Bei der Rückkehr in die Wohlfühloase Europa League nach dreimonatiger Pause will Eintracht Frankfurt an die souveräne Gruppenphase anknüpfen und mit einem starken Auftritt Kurs auf das Viertelfinale nehmen. „Wir sind rechtzeitig wieder in Schuss. Wenn wir am Donnerstag heimfliegen, wollen wir sagen können: Wir haben ein geiles Spiel gemacht“, sagte Trainer Oliver Glasner und schwor seine Mannschaft am Dienstag beim Abschlusstraining in Frankfurt auf das Hinspiel im Achtelfinale bei Betis Sevilla ein.

Die Partie an diesem Mittwoch (18.45 Uhr/RTL+) soll für den hessischen Bundesligisten nur eine Durchgangsstation auf dem geliebten Europa-Trip sein. „Wir müssen an unser Limit gehen und in beiden Partien sehr gute Leistungen abrufen. Unser Ziel ist aber klar, zwei Mal zu gewinnen und weiterzukommen“, formulierte Eintracht-Sportstand Markus Krösche den Anspruch.

Beflügelt durch das jüngste 4:1 bei Hertha BSC machte sich der Eintracht-Tross zuversichtlich auf den Weg nach Andalusien. Dort erwartet die Hessen eine schwere Aufgabe. Denn Betis Sevilla spielt in der spanischen La Liga eine starke Saison und belegt derzeit den fünften Platz. Zudem steht der 1907 gegründete Traditionsverein im Pokalfinale. Betis steht in der Heimat zwar im Schatten des großen Stadtrivalen FC Sevilla – und natürlich der großen Drei im spanischen Fußball: Real Madrid, FC Barcelona und Atlético Madrid, gegen das die Generalprobe am vergangenen Sonntag mit 1:3 verloren ging. Dennoch ist der Respekt bei den Frankfurtern groß. „Sie sind spielerisch stark und haben viele Topspieler. Wir müssen alles abrufen, um eine Runde weiterzukommen“, sagte Sebastian Rode.

Der Mittelfeldspieler war nach überstandener Bauchmuskelverletzung wie der zuletzt angeschlagene Danny da Costa mit an Bord, als der Flieger am Dienstagnachmittag gen Sevilla abhob. Bis auf den gelbgesperrten Stürmer Gonçalo Paciência steht Glasner das stärkste Aufgebot zur Verfügung. „Wir müssen versuchen, so wenig wie möglich zuzulassen, um dann als Sieger vom Platz zu gehen“, sagte Torwart Kevin Trapp.

Auf ihn und seine Vorderleute wartet eine heiße Atmosphäre, gibt es für Fußballspiele in Spanien doch längst keine Corona-Beschränkungen mehr. 60.000 Zuschauer könnten somit im Estadio Benito Villamarín dabei sein, darunter 3000 Eintracht-Anhänger. „Es ist kein Geheimnis, dass unsere Fans sehr, sehr wichtig für uns sind. Deshalb bin ich glücklich, dass wir sie in Sevilla hinter uns haben werden“, sagte Flügelflitzer Filip Kostic und versprach: „Wir packen das!“