Dennis Schröder wil die deutschen Basketballer zu den Olympischen Spielen führen. Der Kampf um einen Platz ist hart.
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BerlinWas ist möglich bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio für die deutschen Mannschaften? In welchen Sparten sind die Teams gescheitert, in welchen ist noch alles drin? Wer kommt vielleicht noch auf den letzten Drücker nach Japan? Ein Überblick:

Baseball/Softball: Die deutschen Baseballer haben bei der EM in Bonn und Solingen die Teilnahme am Olympia-Qualifikationsturnier verpasst. Auch die Softballerinnen werden fehlen.

Basketball: Hier ist für die Männer eine Last-Minute-Qualifikation möglich. Nach dem peinlichen Aus bei der WM 2019 in China muss sich die Mannschaft um NBA-Profi Dennis Schröder Ende Juni bei einem Sechserturnier in Split durchsetzen. Russland, Mexiko, Tunesien, Brasilien und Gastgeber Kroatien treten an, nur Sieger schafft es nach Japan, ein hartes Programm. Die Frauen sind aus dem Rennen.

3x3-Basketball: Bei der olympischen Premiere der Streetball-Variante fehlen die deutschen Männer, die Frauen kämpfen vom 18. bis 22. März in Indien um ihren Startplatz. Gegner sind Frankreich, die USA, Uruguay und Indonesien. Von insgesamt 20 Teilnehmern schaffen es drei. Für ein abschließendes Qualifikationsturnier stehen die deutschen Frauen auf einer Warteliste. Dort wird der letzte Platz vergeben.

Beachvolleyball: Deutschlands bestes Männer-Duo Julius Thole und Clemens Wickler hat die Olympiateilnahme so gut wie sicher. Niels Ehlers und Lars Flüggen müssen in den verbleibenden World-Tour-Turnieren bis zum 15. Juni Punkte sammeln, um es über die Olympiarangliste zu schaffen. Bei den Frauen liegen zwei Duos auf Kurs: Olympiasiegerin Laura Ludwig und Partnerin Margareta Kozuch sowie Karla Borger und Julia Sude. Es sind maximal zwei Teams pro Geschlecht und Nation startberechtigt. Zusätzlich kann man sich im Juni über den Kontinentalcup qualifizieren.

Fußballerinnen verpassen die Spiele

Fußball: Die deutschen Männer haben sich bei der U21-EM für Tokio qualifiziert. Die Frauen verpassten die Sommerspiele durch ihr Aus im WM-Viertelfinale gegen Schweden. 2016 hatten sie in Rio noch Gold gewonnen.

Handball: Die deutschen Frauen hätten für die Teilnahme an einem Qualifikationsturnier bei der WM mindestens Siebte werden müssen, belegten am Ende aber Platz acht. Als Europameister wären die Männer direkt für Tokio qualifiziert. Reicht es nicht zum Titel, gibt es den Umweg über das Qualifikationsturnier in Berlin (17. bis 19. April).

Hockey: Beide Nationalteams haben bei den Qualifikationsspielen in Mönchengladbach souverän ihre Tokio-Teilnahme gesichert. Die Frauen gewannen gegen Italien 2:0 (7:0), die Männer gegen Österreich 5:0 (5:3).

Rugby: Beide Teams sind gescheitert. Die Frauen des Deutschen Rugby-Verbandes (DRV) schieden beim ersten Europa-Qualifikationsturnier in Kasan in der Vorrunde aus, für die Männer war in Colomiers/Frankreich im Viertelfinale Schluss.

Wasserball-Teams bei EM gefordert

Volleyball: Sowohl die deutschen Männer als auch die deutschen Frauen sind in Japan nicht dabei. Beide Teams schafften es bis ins Finale der Qualifikationsturniere, kassierten dann aber eine klare Niederlagen.

Wasserball: Für die beiden deutschen Mannschaften wird es bei den am Sonntag gestarteten Europameisterschaften ernst. In Budapest wird bei Frauen und Männern je ein Platz für Tokio vergeben. Das ist kaum zu schaffen. Es bleibt der Weg über die Qualifikationsturniere im März mit Teams aus aller Welt. Für eine Teilnahme ist die EM-Platzierung ausschlaggebend. Bei den Männern werden auf diesem Weg die letzten vier Plätze vergeben, bei den Frauen die letzten drei.