Der frühere Basketball-Star Dirk Nowitzki zeigt seinen Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland, der ihm zuvor vom Bundespräsidenten im Schloss Bellevue verliehen wurde.
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BerlinEr saß in der ersten Reihe und stand auch sonst im Mittelpunkt. Dabei war der 2,13 Meter große ehemalige Weltklasse-Basketballer Dirk Nowitzki nur einer von 24 Menschen, die am Mittwoch im Berliner Schloss Bellevue von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurden.

Meister und wertvollster Spieler der US-Profi-Liga NBA, Sportler des Jahres und Silbernes Lorbeerblatt in Deutschland: Dirk Nowitzki hat in seiner langen Karriere zahlreiche sportliche Titel und Preise gewonnen. Die höchste Auszeichnung der Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl erhielt er allerdings für sein soziales Engagement.

Steinmeier würdigte mit dem Verdienstorden vor allem Nowitzkis Einsatz, etwa als Unicef-Botschafter und in zwei Stiftungen, mit dem der 41-jährige gebürtige Würzburger seit vielen Jahren Kinder unterstützt. „Schon früh in seiner Profikarriere war sich Dirk Nowitzki seiner privilegierten Situation bewusst“, wurde er bei der Auszeichnung gewürdigt. Nowitzki hat sowohl in den USA, wo er 21 Jahre lang bis zu seinem Karriereende in diesem Jahr für die Dallas Mavericks in der NBA spielte, als auch in seiner Heimat Deutschland Stiftungen gegründet.

„Meine Stiftung soll dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche entdecken, was in ihnen steckt, und lernen, das Beste aus ihren Möglichkeiten zu machen. Im Sport und im Leben“, formulierte Dirk Nowitzki die Ziele.

Am Tag des Ehrenamts wurden insgesamt 13 Frauen und elf Männer aus allen Bundesländern für ihr Engagement im Bereich Bildung gewürdigt. „Jeder einzelne von Ihnen tut etwas für den Zusammenhalt in unserem Land„, sagte Bundespräsident Steinmeier und verlangte mehr Einsatz von der Politik, um in Deutschland Bildungsgerechtigkeit zu schaffen.

Das Bundesverdienstkreuz haben bislang nur wenige prominente Sportler erhalten, etwa Max Schmeling, Uwe Seeler und bis auf Erich Ribbeck alle Bundestrainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Für herausragende sportliche Leistungen erhalten Menschen in Deutschland das Silberne Lorbeerblatt als höchste Auszeichnung.